Tue04252017

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Erinnerung- Lehrgang Übersicht Lerntechniken

memoryErinnerung - der multipele Speicher

Lehrgang Übersicht Lerntechniken

In jedwede Zeitabschnitt nimmt der Erdenbürger über seine Sinnesorgane (Augen, Ohren etc.) tausende von Empfindungen aus einer unermeßlichen Vielfältigkeit äußerer Anregungen auf.

Seine Wahrnehmungskanäle würden mit diesen Sinneseindrücken überbelastet, seine Fassungsgabe aussichtslos überfordert, gäbe es nicht die geerdete Ausfilterung solcherlei Kognitionen. Mithin wird der größte Teil dieser Kognitionen innert kürzester Zeit weggelassen und vermachen dabei keine Spuren. Nur wenige gelangen über einen längeren Zeitabschnitt in die Erinnerung.

Ultrakurzzeitgedächtnis

Zunächst gelangen Rezeptionen in das Ultrakurzzeitgedächtnis. Da verbleiben Sie für ca. zwei bis höchstens 20 Sekunden. Sofern sie nicht an das Kurzzeitgedächtnis weitergeleite werden, gehen sie unrettbar verloren.

Ein Beispiel: Die Unheilsseelenkunde lehrt uns, dass ein auftretender Schock (als Schutz der Psyche) zur Entfernung von Unfallereignissen führt. Solcherlei verlorene Wahrnehmungen lassen sich weder mithilfe hypnotischer Maßnahmen noch vermittels intensives Nachdenken wiederholen.

Ultrakurzzeitgedächtnis leistet den begünstigenden Dienst, einmal begonnene Vorgänge fortzuführen, bspw. eine Stiege zu besteigen oder den Bücherbord zu säubern. Ultrakurzzeiterinnerung arbeitet auf der Stufe der Sinnesrezeptionen (-organe), ohne dass wir dessen gewahr werden. Die über die Sensorischen Organe eintreffenden Eindrücke schwirren als elektrische Schwachströme bzw. als Schwingungen im Nervensystem.

Kurzzeitgedächtnis

Manche Eindrücke rufen chemische Abwandlungen im Gehirn hervor. Dies passiert bei Erfahrungen die sehr prägnant sind oder bei solchen, die mit deutlichen Gefühlen verbunden sind. Weiterhin solche, die unsere starke Neugier bewirken oder außergewöhnlich lange fortdauern und wiederholt werden, bewirken chemische Veränderungen. Wenn Sie vor einem Vorfall etwas Besonderes gegessen haben oder periodisch an einem Wochentag das Gleiche konsumieren, werden Sie esreminiszieren können. Kurzzeiterinnerung reicht dabei für einige Minuten, bis Stunden und selbst Tage. Damit diese Daten in das Langzeiterinnerung übernommen werden, müssen sie präsent gehalten werden, bspw. durch Auffrischung/Repetition.

Langzeiterinnerung

Des Öfteren betrachten wir das, was wir aus Langzeitgedächtnis wiederkehrend hervorbringen können, als Erinnerung. Unsere Merkfähigkeit scheint prinzipiell grenzenlos zu sein. Wir vermögen, ein lebenslänglich (Neues) lernen, und wir vermögen das Erlernte zu behalten. Die Substantiierung von Kognitionen und Informationen im Langzeitgedächtnis erfordert mehr als Iteration (Wiederholung). Wohl vollbringen wir die Weiterleitung der Daten an  Kurzzeiterinnerung mit Repetition, aber Langzeitgedächtnis benötigt zusätzlich die Verarbeitung dessen. Zur Weiterverarbeitung gehören: die Strukturierung (Klassifizierung) und ein geordnetes Erschaffen von Sinn- und Deutungszusammenhängen. Ein Medium zu diesem Zweck ist die sog. 'progressive Abstraktion'. Mit ihr bestimmt man Informationsbausteine und verbindet sie über Interpretations- oder Kausalzusammenhänge miteinander. Wir erlangen dabei eine Gedankenbeschaffenheit, wie bspw. eine Pyramide, in der die einzelnen Abstraktionsschichten abgebildet sind.

LerntechnikI

Task

Protokollieren Sie für jeden Gedächtnisbereich min. zwei Exempel für das, was Sie darin jeweilig behalten.