Tue11132018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Ultrakurzzeit- und Kurzzeitgedächtnis

Erinnerung - Speichereigenschaften 1
Eigenschaften Gedächtnis

Weiterbildung Gesamtschau Lerntechniken

Allen Erinnerungsarten verbindend sind folgende Eigenheiten:

Voraussetzungen unter denen Dateninhalte in den Speicher aufgenommen werden

Summe erfassbarer Informationsgehalte - Fassungsvermögen

Zeitspanne der Speicherung der Daten

Jede dieser Eigentümlichkeiten hat selektiv vielfältige Werte, je nach Erinnerungsart. Neuere Untersuchungen scheinen darauf hinzuweisen, dass diverse Informationsgehalte einen direkten Weg zu Langzeiterinnerung nehmen können und nicht zuallererst über das Kurzzeitgedächtnis dorthin finden.

Eigenarten Ultrakurzzeiterinnerung

Voraussetzungen: Wahrnehmung (Empfindung) geschieht sensorisch, d.h. über die einzelnen Sinne bzw. jeweiligen Wahrnehmungsrouten. Informationen werden auch unbewusst aufgenommen. Die Speicherung unterliegt einem zeitlich bedingten Verfall.

Kapazität: Eine Vielzahl parallel er Daten.

Mnemotechnikdauer: Sehr kurz, bloß zwischen zwei und 20 Sekunden.

Änderungen am Informationsstrom werden im Sekundentakt aufgenommen. Die Entdeckung eines variabelen Informationsschwalls versetzt Kurzzeiterinnerung in Aufnahmebereitschaft. Während Sie diesen Text lesen, arbeitet Ultrakurzzeiterinnerung als Medium, damit Sie die Semantik verstehen.

Die Reihenfolge aufgenommener einzelner Informationseinheiten wird festgestellt und logisch (passend) zusammengefügt. Die entstehende Bedeutung, oder Ausdeutung, wird im Gesamten abgespeichert und einzelne Informationseinheiten verworfen.

Diese 'Pförtnerprozedur' ist sowohl äußerst von Nutzen als auch unerlässlich, denn auf der einen Seite filtert sie einen Hauptanteil der Einzelinformationen aus und hingegen verhindert sie, dass Gedächtnis überfrachtet wird, das Großhirn wird dabei zugunsten wesentlicher Aufgaben entlastet.

Die Weiterleitung de Bedeutung an Kurzzeitgedächtnis passiert, falls eine Resonanz mit bereits bestehenen Erinnerungen entsteht, oder sofern eine Zuordnung der neuen Daten zu bereits Abgespeichertem geschieht, oder letztendlich, sofern ein im Ultrakurzzeitgedächtnis schwebende Bedeutung bewusst abgerufen wird.

Gespeichertes ist hier keineswegs nur zeitlich gesehen flüchtig. Auch anderweitige leichte Reize wie auch widrige Eindrücke animieren die Vernichtung aller Inhalte von Ulatrakurzzeiterinnerung. Die Speicherung basiert hier nur auf elektrische Vorgänge und so sind die dargestellten Fakteninhalte eben labil.

Gedächtnistechnik

Task

1. Was haben Sie während der letzten Minuten ins Ultrakurzzeitgedächtnis gespeichertt?

2. Wirkt derartige Bewusstmachung der Wissensgehalte auf deren Übernahme zu Kurzzeiterinnerung?