Thu11232017

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Sinnesorgan Gedächtnis

Gedächtnis - der multipele Speicher

Kurs Gesamtschau Gedächtnistechniken

In jede Augenblick nimmt der Mensch über seine Sinnesorgane (Augen, Ohren etc.) eine Unmenge von Gefühlseindrücken aus einer überwältigenden Vielheit äußerer Stimuli auf. Seine Kognitionskanäle

würden mit diesen Sinneseindrücken überfrachtet, seine Empfänglichkeit aussichtslos überfordert, gäbe es nicht die praktische Ausfilterung solcherlei Wahrnehmungen.

Mithin wird der größte Teil dieser Rezeptionen innert kürzester Zeit gestrichen und hinterlassen dabei keine Spuren. Nur wenige gelangen über einen längeren Zeitabschnitt in die Erinnerung.

Ultrakurzzeitgedächtnis

Erst einmal gelangen Wahrnehmungen in das Ultrakurzzeitgedächtnis. Da verbleiben Sie für ca. zwei bis höchstens 20 Sekunden. Falls sie nicht an das Kurzzeitgedächtnis weitergesende werden, gehen sie unwiederbringlich verloren.

Ein Beispiel: Die Unglückspsychologie lehrt uns, dass ein auftretender Schock (als Schutzmechanismus der Psyche) zur Ausmerzung von Unfallereignissen führt. Derartige verlorene Wahrnehmungen lassen sich weder vermöge hypnotischer Maßnahmen noch anhand intensives Nachdenken reproduzieren.

Ultrakurzzeitgedächtnis leistet den unterstützenden Dienst, einmal angefangene Abläufe fortzuführen, bspw. eine Treppe zu besteigen oder den Bücherregal zu entstauben. Ultrakurzzeitgedächtnis arbeitet auf der Stufe der Sinneswahrnehmungen (-organe), ohne dass wir dessen gewahr werden.

Die über die Sinnesorgane eintreffenden Impressionen schwirren als elektrische Schwachströme bzw. als Vibrationen im Nervensystem.

Kurzzeitgedächtnis

Ausgewählte Eindrücke rufen chemische Abwandlungen im Hirn hervor. Dies passiert bei Erfahrungen die sehr deutlich sind oder bei solchen, die mit deutlichen Gefühlen verbunden sind. Ebenso solche, die unsere starke Neugier evozieren oder außergewöhnlich lange fortbestehen und wiederholt werden, fabrizieren chemische Veränderungen.

Falls Sie vor einem Ereignis etwas Besonderes gegessen haben oder turnusmäßig an einem Wochentag das Gleiche essen, werden Sie eserinnern können. Kurzzeitgedächtnis reicht derbei für einige Minuten, bis Stunden und sogar Tage. Damit diese Informationen in das Langzeiterinnerung übernommen werden, müssen sie präsent gehalten werden, bspw. durch Auffrischung/Iteration.

Langzeitgedächtnis

Zumeist betrachten wir das, was wir aus Langzeiterinnerung wieder schöpfen können, als Erinnerung. Unsere Merkfähigkeit scheint weitgehend grenzenlos zu sein. Wir vermögen, ein ein Leben lang (Neues) lernen, und wir sind im Stande das Erlernte zu behalten. Die Verankerung von Kognitionen und Informationen im Langzeitgedächtnis erfordert mehr als Iteration (Wiederholung).

Wohl vollenden wir die Weiterleitung der Daten an  Kurzzeiterinnerung mit Iteration, aber Langzeitgedächtnis benötigt deutlich die Verarbeitung dessen. Zur Abarbeitung gehören: die Strukturierung (Klassifikation) und ein strukturiertes Gestalten von Sinn- und Ausdeutungszusammenhängen.

Ein Agens zu diesem Zweck ist die sog. 'progressive Abstraktion'. Mit ihr definiert man Informationsbausteine und verbindet sie über Relevanz- oder Kausalzusammenhänge miteinander. Wir erhalten dabei eine Gedankenbeschaffenheit, wie bspw. eine Pyramide, in der die einzelnen Abstraktionshöhen abgebildet sind.

GedächtnistechnikI

Task

Dokumentieren Sie für jeden Erinnerungsbereich mindestens zwei Musterbeispiele für das, was Sie darin jeweilig behalten.