Sun05282017

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Ideenreichtum und charakteristisches Auftreten - Kind

Spiel und unbeschwertes Wirken ist charakteristisches Auftreten des kleinen Kindes. Es lernt folglich, sich in seiner Umgebung zu orientieren, mit Substanzen und Objekten umzugehen, eigene Inspirationen werkrealisierend zu realisieren und persönlich Erlebtes zu verarbeiten.

Zum Auftakt ist das Spiel gänzlich zweckfrei, graduell werden hingegen immerzu konzentrierter bestimmte Ziele angezielt.

Gleichfalls die temporale Auseinandersetzung mit einem Spielziel nimmt mit zunehmendem Alter zu. Interesse und Funktionsverlangen sind die stimulierenden Kräfte des kindhaften Spiels.

Markant ist hierbei vor allem zum Auftakt der rasche Wechsel von Spannung und Lösung.

Das Spiel befördert das Kind in eine deutliche Auseinandersetzung mit den Realitäten der Umwelt. Vor allem adaptiert es die Sachen an seinen Bedürfnissen und Wünschen an (Anpassung), anschließend erwacht die Neugierde an den Sachen, wie sie konkret sind, und sie werden eingeordne (Akkommodation [fachsprachlich]).

Prozedur- und Erprobungsspiele sind im ersten Altersjahr substanz-vage, vom 2. Altersjahr an material-spezifisch. Die Dinge werden nachgerade auf ihre konkreten Attribute hin ergründet. Immer noch steht aber das Tun zuvorderst.

Werkleistendes Spiel: Erst auf dieser Ebene steht das "Elaborat", das Produkt in den Blickpunkt des Interesses. Nun wird das Produkt  signifiziert und bewußt intendiert, der Entwurf wird zum Ergebnis geführt, und das Resultat ist als Realisierung des Planes zu entdecken. Der Wandel von Gespanntheit und Lösung wird langsamer, Fixation, Geduld und Fokussierung nehmen zu.

Voraussetzung für die Weiterentwicklung des werkrealisierenden Spiels ist opportunes Spielmaterial, Raum und Ruhe zum Spielen und die Beachtung des Erwachsenen. Die ungeplante Betriebsamkeit des Kindes sollte weder mit Hilfe widriger Kritik noch mithilfe untauglichen Materials begrenzt werden.

Rollen- oder Illusionsspiel: Diesfalls wiederholt das Kind Erlebtes mithilfe individuell gestalteter, symbolische Beschreibung (markant für das Alter von 2 -4 Jahren). Jegliche Dinge mögen jegliches darstellen; über ihren Sinngehalt im Spiel entscheidet die Einbildungskraft und der Ideenreichtum des Kindes.