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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Antimyotika bei Scheidenpilz

Gesundheitsbeschwerden meist zum ungünstigsten Zeitpunkt auf. Etwa vor oder während unverzichtbarer Verabredungen oder Geschehnissen. Auch beim Vaginalpilz ist das oft nicht anders. Doch

bedeutungslos zu welchem Zeitpunkt der unwillkommene Krankheitskeim aufgedeckt wird, er lässt sich mit Erfolg bekämpfen.

Er lässt sich durchaus nicht mit dem bloßen Auge feststellen und findet sich auch bei Männern. Es handelt sich um Candida albicans, dem Hauptkrankheitserreger für Vaginalansteckungen.

Doch er fühlt sich beileibe nicht alleinig in der Vagina, sondern gleichfalls im Mund oder im Darm behaglich. Vorwiegend tritt der Pilz in so wenig bedeutender Zahl auf, dass wir ihn bei weitem nicht registrieren. Unter bestimmten Umständen löst er hingegen Infektionen aus.

Als vaginale Pilzansteckung oder vaginale Mykose deklariert man eine Infizierung der Scheide mit Pilzen. Im Alltagsdeutsch wird sie simpel als Scheidenpilz tituliert.

Sie wird nahezu immer vom Hefepilz Candida albicans oder engen Verwandten des Genus Candida heraufbeschwört. Die Erkrankung wird nicht zuletzt als Soorkolpitis, Vaginalschwämmchen oder Scheidenentzündung candidomycetica (wenn die Vulva mitbetroffen ist) benannt.

Eine die Vagina befallende Ansteckung beginnt vorwiegend mit einer Beeinträchtigung der natürlichen Balance zwischen Pilzen und Bakterien im Scheidenmilieu.

Bakterien, die bei allen Frauen auf der Vaginalmukosa leben, wirken hier normalerweise für eine saure Umwelt und halten so die Pilzinfektions-Bevölkerung in Schach. Gerät die Pilz-Bakterien-Balance ins Wanken, benutzen die Pilze die Gelegenheit und fangen an, sich fortzupflanzen.

Dieses geschieht überhaupt nicht so selten. Vaginale Mykoseinfizierungen gehören zu den üblichsten Frauenleiden. 75% aller Frauen leiden mindestens einmal in ihrem Leben an  einer Scheidenpilzinfektion, meistens sogar mehrfach.

Die Ansteckungen sind wohl nicht gefährlich, verkleinern aber die Lebensqualität beachtlich. Viele Frauen sprechen darüber nicht, finden die Schuld bei sich und verzweifeln, sowie die Infizierung wiederkehrt.

Die gute Nachricht: Eine Mykoseinfizierung lässt sich kurieren. Es gibt Heilmittel, sogenannte Antimykotika, die den Krankheitserreger tilgen. Vorbedingung hierfür ist, dass die Krankheitserkennung stimmt und die Pilzinfektion effizient behandelt wird.