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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Phytokurative Option Senföl - Alternative zu Antibiotika

Infektionen werden in der Praxis in der Regel mit Antiinfektiva behandelt. Der therapeutische Erfolg wird hierbei gleichwohl mit einem suboptimalen Randerscheinungsspektrum und dem Risiko der Entfaltung immuner Keime erkauft.

Aufgrund der riskanten Zunahme von Antibiotikaresistenzen raten einstweilen immer mehr Spezialisten von einer allzu großzügigen Verordnung dieser Wirkstoffe ab und stimmen dafür, bei unkomplizierten viralen und bakteriellen Ansteckungen auf phytokurative Optionen auszuweichen - z. B. Senföle.

Dabei sind vorrangig diejenigen Medikamente von Signifikanz, deren medizinische Nutzen mittels entsprechender Studien methodisch dokumentiert ist.

Senföle besitzen bezeichnende antimikrobielle Besonderheiten. Wie verschiedenartige In-vitro-Studien zeigen, entwickeln etwa die in Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel beinhaltet Senföle eine pointiert keimhemmende Folge wider insgesamt mehr als 10 klinisch relevante Mikrobenarten, darunter selbst problematische Bazillen wie MRSA (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus).

Senföle vermehren sich im Körper vornehmlich in Harnblase und Lunge an. Mithin ist die Vermutung statthaft, dass sie vor allem bei bakteriellen Atemwegs- und Harnwegsinfektionen als eine weitreichende und gut amikale Wahlmöglichkeit zu Antiinfektiva gehandelt werden können.

Auch ist für diese pflanzlichen Substanzen, im Unterschied zu chemischen Antiinfektiva, ebenfalls nach Langzeittherapie keine Resistenzentfaltung bekannt.

Senföle gehören zu den sogenannten nachrangigen Pflanzenstoffen, die von der Pflanze als Schutzmechanismus, beispielsweise vor Fressangriffen durch Schädlinge oder zur Gegenwehr gegen krank machende Mikroorganismen, gebildet werden. Vor allem reichhaltig an Senfölen ist die Clusterung der Kreuzblütler (Brassicaceae), zu deren familiären Vertretern Kren, Radieschen und Senf gehören.