Mon11122018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Verteidigungsstrategien

Denkweisen konstruieren sich bei jedem Menschen. Geisteshaltungen sind dauerhaft in ihrem Fortbestand und sind mitbestimmend für unser Auftreten, insbesondere für unser Führungshandeln. Doch wie entstehen Philosophieen?

Im Laufe der Fortentwicklung der Persönlichkeit werden Erlebnisse gemacht, wobei aus ihnen wiederkehrend sich Stellungen, Meinungen, Überzeugungen kreieren und schließlich auch die dauerhaften Manieren, die darauf gründen.

Geisteshaltungen wirken als Filter bzw. als Anleitung (guideline) für unser Handeln. Begebenheiten, Erfahrungen, Rekognoszierungen und Angaben werden durch diese Filter gewertet und anhand eines Begutachtungsmaßstabs eingeordnet.

Auswertungen laufen unterdies über zwei Stufen. In der ersten Abstraktion der Begutachtung wird über die Popularität oder und Unbeliebtheit einer neuen Begebenheit oder Information entschieden.

Diese beiden Elemente werden im Weiteren in der zweiten Ebene jeweils bewertet: entweder bestätigend oder als unglücklich, entweder gut oder ungut. Nach der zweiten Stufe haben wir demzufolge vier Elemente mit diesen Besonderheiten:

Bekannt und positiv = annehmbar
Bekannt und negativ = unzumutbar
Unbekannt und affirmativ = tragbar
Unbekannt und suboptimal = unannehmbar

Bei alledem spielen nicht zuletzt unsere bisherigen Validierungen eine Rolle, aber gleichfalls die Beurteilungen, die wir von anderen übernehmen ommen haben (Vorteile). Der soziale Umfeld, in der wir herangewachsen sind und in der wir uns realisiert haben, spielt dabei essentiell: Landeskultur, Ursprung, Schule, Profession usw.

Gemachte Erfahrungen und Informationen, und die sich daraus auftauchenden Priorisierungen, stabilisieren sich laufend. Je öfter und je länger identische Beurteilungen und Evaluierungen erfolgen, desto fester und strenger wird die Denkweise.

Mentalitäten zu ändern ist schwer. Andererseits verlangt immer wieder unser soziales Umfeld, dass wir williges Handeln zeigen, das heißt: ebenso von unseren Philosophieen etwas abzurücken.

Bei den zwei Elementen oben, die sich als unzumutbar herauskristallisieren, gibt es diverse Verteidigungsstrategien:

Nicht-Wahrnehmung

Verdrängen

Ausweichen

Rückweisung

Vermeidung

Extrahieren