Sun10212018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Persönlichkeitsentfaltung

Wir erstreben, uns der Frage zu nähern: In welchem Ausmaß ist die Persönlichkeitsbeschaffenheit und deren Verwirklichung von den Denkweisen eines Menschen abhängig? Um uns zu dieser Gelegenheit anzunähern, müssen wir in weitere Fakultäten ausweichen, hier: in die Psychologie und die sich daraus geformte Transaktionsanalyse.

Wir gehen davon aus, dass sich die Wesensart eines Menschen signifikant gründend auf drei verschiedenartige Faktoren entwickelt:

Erbgut

Zwischenmenschlicher Bereich

Selbststeuernde Tendenzen

Betrachtet man das Handeln eines Menschen und versucht man dessen Gemütsart über die gemachten Wahrnehmungen und dem feststellbaren Gebaren zu definieren, so müssen wir uns bewusst sein, dass wir alleinig Rückschlüsse ziehen können.

Das, was außen gezeigt wird, ist nur ein Anschein, eine Fassade. Innere Kraft und Schwächen, die wir besehen und die jedem Menschen in voneinander abweichender Weise anhaften, lassen selbige Rückschlüsse zu.

Dem Geschöpf selbst sind dessen Schwächen mehr oder weniger bewusst. Je bewusster selbige sind, desto mehr "Zweifel" hat es damit. Im Subjekt gehen gedanklich-emotionale Abläufe vor, wie:

Schamgefühl und Schuldbewusstsein, Verdrängungen, Sublimationen, Rationalisierungen und des Weiteren mehr. Die in der Persönlichkeitsentfaltung gefestigten Einstellungen stellen eine für das Wesen unerlässliche idealisierte Persönlichkeitsstruktur dar.

Im Spannungsverhältnis bei dem Vorbild-ich und dem Ego in der Selbstwahrnehmung werden bewusst gewordene Schwächen umgeformt, so zum Beispiel: ausbleibende Durchsetzungsfähigkeit in ein Anstreben nach Konformität, oder aus ausbleibendem Erfolg wird Anspruchslosigkeit, Aggression wird in legerem Wettkampf sublimiert, Geiz wird als Sparsamkeit umdeutet.

Damit wir im Unterschied zu anderen "beharren" können (unter Rücksichtnahme bspw. auf unser Schamgefühl) konstruieren wir Fassaden, die Auswirkung auf unser Handeln nehmen. Bezogen auf das Führungsgebaren kann man unterdies vier prinzipielle Typen herausarbeiten, die zu zweit eine Polarität darlegen:

Distanzhandeln wider der Suche nach Vertrautheit

tonangebendes Verhalten kontra Dezenz