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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Politische Systemstabilität

Entwicklungen im Regime (Regierung) eines Landes meint fernerhin die legalen Regelungen und Verordnungen, die innert dessen Ökonomie gültigkeit haben, inklusive der dort tätigen fremdländischen Unternehmen. Abänderungen der politischen Systemstabilität eines Landes können per exemplum sein: soziale Unruhe, Demonstrationen und politische Streiks.

Als Vorzeigebeispiel für eine politische Veränderung mit größter Tragweite für im Ausland tätige Unternehmungen wird das "Foreign Exchange Act" der indischen Regierung aus dem Jahr 1973 angeführt. Hiermit sollten im Zuge einer "Indianization" der indischen Industrie sämtliche Kontingente landfremden Kapitals an in Indien aktiven Unternehmungen auf 40 % reduziert werden. Für den Getränkegiganten Coca-Cola hätte die Durchführung dieser gesetzlichen Regulation die Preisgabe ihrer Produktionsformel für Coca-Cola bedeutet, ein seit 91 Jahren (zu dem Moment) größt gehütetes Geheimnis.

Für den Computergiganten Big Blue hätte die Befolgung der Anordnung eine Ausnahme zu ihrer weltumspannend geltenden Geschäftspolitik zur Folge gehabt, die festlegt, dass jegliche ihrer Tochtergesellschaften zu 100 % US-Kapitaleigner haben müssen. Der Unentwegtheit der indischen Staatsgewalt in den zähen Besprechungen über Kompromiss lösungen mit diesen beiden Unternehmungen war es zu verdanken das beide 1977 ihre Geschäftstätigkeiten in Indien vollständig beilegen mussten.

Wirtschaftliche Risiken

Die geschäftlichen Risiken einer direkten Auslandsinvestitionen ergeben sich gesondert aus der Beeinflussung der Zahlungsströme durch sich austauschende Wechselkurse.

Entwicklungen des Wechselkurses haben zwei Veranlassungen:

Aus der Zahlungsbilanzkonstellation des Landes, hervorgerufen durch volkswirtschaftliche Entwicklungen (erhöhte Ex/Importe, inflatorische Neigungen),
Paritätsänderungen (Auf/Abwertung) der währungspolitischen Entscheidungsträger.