Wed12192018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Unternehmungswachstum

Im Schrifttum wird die Bezeichnung Unternehmenswachstum inkonsistent gebraucht. Maßgrößen für das Unternehmungswachstum sind Umschlag, Marktanteil, Beschäftigte, Periodengewinn u.a.m.; sie ermöglichen eine zahlenmäßige Betrachtung des Unternehmungswachstums.

Entsprechend Albach wird dabei das Unternehmungswachstum als "... Vergrößerung einer Maßzahl des Unternehmens ... im Kontext eines längeren Intervalls verstanden." Relativ zu dieser engeren Notationsfassung beschreibt Luckan das Unternehmungswachstum als "... Realisation der Oberziele der Unternehmung ..."

Den weiteren Erklärungen liegt die Begriffserklärung des Unternehmungswachstums als Zunahme-Maßgrößen-Vektor (Periodengewinn, Umschlag) zu Grunde. Derenthalben wird das Wachstum als nachhaltige Vergrößerung eines Vektorelementes aufgefasst, bei konstanter Größe des Zweiten (ceteris paribus).

Die Zielkategorie, Erschließung neuer/Erweiterung bestehender Absatzgebiete und -Marktanteile, liefert Ziele, die als entfaltungspolitische Ziele angesehen werden.

Im Kontrast zu meiner Synopsis kommen Brooke und Remmers zur Konklusion, dass an vorderster und zweiter Stelle der aggressiven Strategien zu nennen sind: die Suche nach gewinngünstigeren Einsatzmöglichkeiten für unterbeschäftigte Produktionsmittel (Kapital und Ausstattung, Know-how, personeller Gattung) der eigenen Unternehmung und die Suche nach niedrigeren Faktorkosten (Kapital, Arbeit).

In Verkettung mit Zielsetzungen, offensiven oder defensiven Strategien, muss in Betracht gezogen werden, dass grundsätzlich alle unternehmerischen Entscheidungen mehr oder weniger riskant sind. Es wird also zu sprechen sein über die Unwägbarkeiten bei Auslandsinvestitionen respektive über die Risikoneigung der Manager über Auslandsinvestitionen.

Prognose: sowohl Unsicherheiten als auch Risiken sind bei Auslandsinvestitionen bei weitem bedeutender als bei einer rein landesweit tätigen Unternehmen.