Wed07182018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Umweltfaktoren

Die Umwelt in der eine Firma operiert, ist anhaltend ein Umstand, oft der kritische Beiwert, der die angemessenen unternehmerischen Entscheidungen bestimmt. Die Managementprobleme in der Behandlung der Kompliziertheit der Umweltfaktoren kann mit der immer wieder zitierten Schiffsanalogie dargestellt werden.
Das Boot wird durch seine Umgebung hindurch einem Ziel entgegengesteuert, unterdies günstige Bedingungen zu Nutze machend ferner, soweit machbar, importune Konditionen bewältigend. Der Kapitän des Schiffes sucht in seinen Entscheidungen die Kräfte des Windes, der Wellen und Strömungen vermittels seiner Navigation zu verbessern. Ihm und seiner Mannschaft kann die Umgebung bisweilen rau und abweisend erscheinen, doch mangels diese Umwelt könnte das Boot natürlich überhaupt nicht segeln.

Die Ausweichlösungen, die sich dem Skipper bieten und die Entscheidungen, die er trifft, hängen nicht nur von den Bedingungen zu See ab, sondern fernerhin von seinem Schiff: von dessen Ausmaß, Verlässlichkeit und Manövrierfähigkeit, von dessen Dampf und Geschwindigkeit. Der Ozeankreuzer und die kleine Jolle stehen jeweils derselben Umgebung vis-à-vis aber sie werden auch jeweilig ungleichartig von ihr geprägt.

Die Schiffsanalogie illustriert die Problemstellung der Unternehmenspräzens, sollte trotzdem nicht zu weit geführt werden. Zum einen ähnelnt die weltweite Unternehmenspräzens im Zuge ihrer Unternehmensstrategie eher einem Verband von mehr oder weniger voneinander unselbstständigen Betriebskomponenteen und Untersystemen als einer einzigen, straff zusammenhängenden Entität.

Zum anderen besteht die Umwelt der Unternehmung überwiegend aus Personen, Regierungen und anderen Unternehmenspräzensenen, die allesamt Absichtserklärungen kontra oder für die Unternehmung richten, bzw. bilden. Schlussendlich hat der Wasserfahrzeugsführer eines Bootes ziemlich geringe Chancen, das Spiel der Naturkräfte zu steuern. Die Unternehmungen im Kontrast dazu haben und nutzen Chancen auf das Spiel der Mächte (vor allem in der Gesellschaftsform des Kapitalismus) einzuwirken.