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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Optionsrecht-Umtauschanleihen

Umtauschanleihen

Umtauschanleihen (auch exchangeable bonds bezeichnet) sind Anleihen, welche dem Besitzer das Recht zugestehen, die Anleihe in Aktien einer anderen Unternehmung umzutauschen. Der Finanzier erhält infolgedessen nicht Aktien der Organisation, die die Anleihe emittiert hat, sondern Aktien einer anderen Firma.

Optionsanleihen: „ Bond mit Bezugsrecht"

Traditionelle Optionsanleihen arbeiten gleichermaßen wie Wandelobligationen: Auch sie beherbergen ein Recht, gewöhnlich zum Bezug von Aktien, aber nicht alternativ, stattdessen zusätzlich zur Obligation.

Optionsanleihen sind verzinsliche Papiere, die dem Anleger das Recht zur Besorgung von Aktien oder ferner anderen vertretbaren (negoziierbaren) Anlagegegenständen in einem von der Obligation abtrennbaren Optionsschein zusichern.

Dieser Optionsschein kann unumschränkt gehandelt werden. Die Aktien lassen sich gegen Aushändigung des Optionsscheins zu vorher festgelegten Konditionen beziehen; an Stelle der Belieferung kann zudem ein Barausgleich vorgesehen sein. Die Optionsanleihe selbst wird nicht umgetauscht, sondern bleibt bis zu ihrer Rückzahlung bestehen.

Im Rahmen einer Optionsanleihe mag es demnach bis zu drei unterschiedliche Kurse geben: nämlich jeweilig einen Börsenkurs für die Schuldverschreibung mit Optionsschein („cum"), für die Anleihe ohne Optionsschein („ex") und für den Optionsschein alleinig.

Das Optionsrecht mag sich keinesfalls alleinig auf Aktien, statt dessen weiters auf andere Basisobjekte beziehen. Beispiele sind Optionsschuldverschreibungen mit einer Option auf Obligationen oder auf fremde Währungen. In derartigen Fällen spricht man von einer Zins-Optionsobligation oder einer Devisen-Optionsobligation.

Bei der Zins-Optionsanleihe garantiert der abtrennbare Optionsschein das Recht, eine festgelegte übrige Schuldverschreibung zu einem festgelegten Börsenkurs zu erkaufen (Call) bzw. zu verkaufen (Put). Optionsscheine aus Devisen-Optionsobligationen berechtigen zum Bezug (Call) bzw. zum Verkauf (Put) eines determinierten Fremdwährungsbetrags zu einem festgelegten Devisenkurs.