Fri10192018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Nennwertverzinsung - Sonderbeschaffenheiten

Die Nennwertverzinsung eines Floating Rate Note wird zwar der Zinsbildung am Interbankenmarkt maßgeschneidert, entspricht aber meist nicht exakt dem dort gezahlten Niveau:

Der Emittent zahlt dem Finanzier einen Zins, der um einen festen Aufpreis bzw. Disagio (als Spread benannt) über beziehungsweise unter den genannten Sätzen liegen mag. Die Höhe jenes Spreads, der in Basispunkten angegeben wird, richtet sich nach der Bonität des Begebers und der Befindlichkeit des Marktes.

Vor dem Hintergrund der Verzinsung hat die Anlage in Floating Rate Notes Ähnlichkeit mit einer Geldmarktdisposition, wo doch der Zinsfuß wie bei Termin- bzw. Festgeld wiederkehrend neu festgesetzt wird.

Sonderbeschaffenheiten der Floating Rate Notes

Die Formgebungsmöglichkeiten sind bei veränderlich verzinslichen Anlagen sehr mannigfach. So mag wie die realisierbare Unstetigkeitsbreite der Verzinsung beschränkt sein. Zu differenzieren sind diesfalls zwei Grundschemata: Floating-Rate-Anleihen mit einer Minimalverzinsung („Floors") oder einer Höchstverzinsung („Caps").

Floor Anleihen mit variabler Verzinsung sind variabel verzinsliche Kreditbeanspruchung mit einer Minimaleigenschaft für die Verzinsung. Für den Fall, dass der Empfehlungszinsfuß zuzüglich des Spreads ebendiese Größenordnung unterschreitet, werden dem Finanzier Zinszahlungen in Höhe des Minimalsatzes gewährleistet.

Cap Floating Rate Notes sind flexibel verzinsliche Anleihen mit einer Höchstmarke für die Verzinsung. Die Verzinsung bleibt auf diesem erklärten Maximalsatz beschränkt, sofern die Summe aus Referenzzinssatz und Spread selbige Größe passiert.

Neben diesen Basisformen werden ebenso so genannte Mini-Max-Floating Rate Notes (Collared Zinsvariable Anleihen)
offeriert. Sie vereinen die beiden oben charakterisierten Typen: Die Fluktuationsbreite ihrer Verzinsung während ihrer Laufzeit ist auf einen vermöge Mindest- und Maximalzinssätze beschlossenen Skopus begrenzt.

Als alternative Sonderform gibt es veränderlich verzinsliche Kreditbeanspruchungen, bei denen die Schwankungen in der Verzinsung der Bildung am Geldmarkt entgegen laufen.

Reverse Zinsvariable Anleihen, ebenso Inverse oder Bull Floater genannt, sind flexibel verzinsliche Anleihen mittlerer oder längerer Ablaufzeit, deren Zinszahlung anhand der Abweichung zwischen einem festen Zinssatz und einem Empfehlungszinsfuß ermittelt wird. Die Verzinsungskriterien lauten zum Beispiel „11 % minus EURIBOR". Für den Geldgeber besagt das: Sein Zinsprofit steigt, sofern der Empfehlungszinssatz sinkt.