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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Ertragswert der Aktie und Inflationswagnis

Das Inflationswagnis beschreibt die Gefahr, dass der Anleger vermöge einer Geldentwertung eine Vermögenseinbuße erleidet. Dem Risiko unterliegt zum einen der Realwert des vorliegenen Eigentums, zum anderen der effektive Profit, der mit dem Vermögen erzielt werden soll.

Effektivverzinsung als Orientierungsgröße

Rahmenbedingung ist: Eine Preissteigerungsrate von beispielsweise vier bis fünf Prozent pro Jahr würde in nur sechs Jahren zu einem Geldwertverlust von rund 25 Von Hundert, in zwölf Jahren zu einer Halbierung der Kaufkraft des Geldkapitals führen.

Als Investor sollten Sie deshalb auf die Echtverzinsung achten: Darunter versteht man bei festverzinslichen Handelspapieren die Abweichung zwischen der Gewinnspanne und der Inflationsrate. In den meisten Wirtschaftslage- und Zinsphasen der Historie war in der BRD bislang ein positiver Realzins bei Anleihen zu verzeichnen.

Berücksichtigt man dennoch weiters die Versteuerung der Vergütung aus Kapitaleigentum, so konnte nicht immerzu eine Kompensation des Kaufkraftschwundes erzielt werden.

Aktien als so genannte Sachwerte entbieten genauso keinen ausführlichen Schutz gegen die Inflation. Der Grund dafür: Der Erwerber sucht im Allgemeinen keineswegs den Substanzwert, stattdessen den Ertragswert der Aktie.

Je nach Höhe der Inflationsrate und dem verwirklichten Ertrag in Form von Dividendenerlös und Kursgewinnen (oder Kursverlusten) mag sich eine negative oder eine positive Effektivverzinsung ergeben.

Inflationsverlässlichkeit von Sachwerten vis-à-vis Geldwerten

Darüber, inwieweit eine Investition wertbeständig, sprich zuverlässig vor Geldwertschwund ist, mag keine allgemeingültige Aussage getroffen werden. Längerfristige Vergleiche haben ergeben, dass Sachwerte überlegene Anlageergebnisse erzielten und dadurch wertbeständiger waren als Geldwerte.

Ebenso in den beträchtlichen Geldentwertungen und Währungsausrichtungen nach den beiden Weltkriegen zeigten sich Sachwerte persistenter als nominell untergeordnete Gläubigeransprüche. Mittendrin gab es sehr wohl längere Zeitspannen, in denen vice versa Geldwertanlagen den Sachwertanlagen überlegen waren.