Sat09222018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Finanzier und Inflatonsrisiko

Das Inflationsrisiko beschreibt die Bedrohung, dass der Finanzier infolge einer Geldentwertung eine Vermögenseinbuße erleidet. Dem Fährnis unterliegt zum einen der Realwert des vorliegenen Eigentums, zum anderen der effektive Gewinn, der mit dem Kapital umgesetzt werden soll.

Effektivertrag als Ausrichtungsgröße

Rahmenbedingung ist: Eine Preissteigerungsrate von zum Beispiel vier bis fünf Prozent alljährlich würde in nur sechs Jahren zu einem Geldwertrückgang von rund 25 Prozent, in zwölf Jahren zu einer Halbierung der Kaufkraft des Geldvermögens führen.

Als Finanzier sollten Sie infolge dessen auf die Effektivverzinsung achten: Darunter versteht man bei festverzinslichen Anteilscheinen die Verschiedenheit zwischen der Marge und der Inflationsrate. In den meisten Konjunkturlage- und Zinsphasen der Historie war in der Bundesrepublik bislang ein positiver Realzins bei Anleihen zu beobachten.

Berücksichtigt man aber ferner die Versteuerung der Einkommen aus Kapitalbesitz, so konnte nicht immer eine Ausgleich des Kaufkraftverlustes erzielt werden.

Aktien als so genannte Sachwerte entbieten genauso keinen präzisen Schutz gegen die Geldentwertung. Der Grund dafür: Der Erwerber sucht im Allgemeinen nicht den Substanzwert, stattdessen den Ertragswert des Wertpapiers.

Je nach Höhe der Inflationsrate und dem bewerkstelligten Ertrag in Form von Dividendenausbeute und Kursgewinnen (oder Kursverlusten) mag sich eine negative oder eine positive Effektivverzinsung ergeben.

Inflationsdauerhaftigkeit von Sachwerten im Gegensatz zu Geldwerten

Darüber, in welchem Umfang eine Investition wertpersistent, d. h. gesichert vor Geldwertschwund ist, mag keine allgemeingültige Proposition getroffen werden. Längerfristige Vergleiche haben ergeben, dass Sachwerte passendere Anlageergebnisse erzielten und hierdurch wertpersistenter waren als Geldwerte.

Außerdem in den radikalen Inflationen und Währungsumstellungen nach den beiden Weltkriegen erwiesen sich Sachwerte beständiger als nominell gebundene Gläubigeransprüche. Dazwischen gab es durchaus längere Teilstrecken, in denen vice versa Geldwertanlagen den Sachwertanlagen passender waren.