Sat09222018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Auswirkungen - Konjunkturlageentwicklung

Bei dem Konjunkturlagewagnis wird die Gefahr von Börsennotierungsverlusten verstanden, die folglich auftreten, dass der Anleger die Konjunkturlageentwicklung nicht oder nicht korrekt bei seiner Anlageentscheidung berücksichtigt und als Folge zum falschen Augenblick eine Wertpapieranlage tätigt oder Wertpapiere in einer suboptimalen Konjunkturlagephase hält.

Der Konjunkturzyklus

Die Wirtschaftslage stellt sich als kreisläufige Wellenbewegung um den langfristigen geschäftlichen Wachstumspfad dar. Der kennzeichnende Konjunkturzyklus dauert zwischen drei und acht Jahren, die sich in die folgenden vier Zeitspannen demarkieren lassen:

1.    Abschluss der Rezession/Wirtschaftskrise

2.    Aufschwung, Besserung

3.    Konjunkturboom, oberer Wendepunkt

4.    Stark negatives Wirtschaftswachstum, Rezession

Die Dauer und die Intensität der einzelnen wirtschaftlichen Auf- und Kontraktiv phasen schwanken, und ebenso die Auswirkungen auf die einzelnen Ökonomiebereiche sind wechselvoll. Zu beachten ist außerdem, dass der Konjunkturlagezyklus in einem anderen Land vorlaufen oder nachlaufen kann.

Konsequenzen auf die Kursentwicklung

Die Varianten der wirtschaftlichen Betriebsamkeit einer Ökonomie haben unentwegt Implikationen auf die Quotationsentwicklung der Wertpapiere: Die Kurse schwanken in etwa (vornehmlich mit einem zeitlichen Vorlauf) im Rhythmus der konjunkturellen Auf- und Kontraktivphasen der Wirtschaft.

Anlageformen, die in bestimmten Wirtschaftslagephasen beachtenswert sind und Gewinne schätzen lassen, sind in einer anderen Phase weniger zweckmäßig und bringen vielleicht Verluste ein. Bei jeglicher Dispositionentscheidung spielt das „Timing" - die Selektion des Zeitpunktes des Wertpapiererwerbs oder -Verkaufs - eine bedeutsame Rolle.

Sie sollten aus diesem Grund ununterbrochen Ihre Kapitalanlage unter dem konjunkturellen Standpunkt auf Zusammenstellung nach Anlagearten und Anlageländern inspizieren (und einmal getroffene Dispositionentscheidungen ggf. korrigieren).

Die Wertpapierkurse (und ebenso die Währungskurse) reagieren namentlich auf geplante und tatsächliche Veränderungen in der staatlichen Konjunkturlage- und Finanzpolitik. Zum Beispiel üben binnen wirtschaftliche Maßnahmen, aber gleichfalls Streiks eine starke Einflussnahme auf die volkswirtschaftliche Sachlage eines Landes aus.

Daher mögen selbst dort Rückschläge an Kapital- und Devisenmärkten zutage treten, wo die Entwicklungschanceen originär als kostengünstig zu hinterfragen waren.