Wed12192018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Rahmenbedingung - Inflationsrate

Das Inflationsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der Geldgeber ob einer Geldentwertung einen Vermögensschaden erleidet. Dem Fährnis unterliegt zum einen der Realwert des existierenen Eigentums, zum anderen der tatsächliche Erlös, der mit dem Vermögen erwirtschaftet werden soll.

Effektivertrag als Orientierungsgröße

Rahmenbedingung ist: Eine Inflationsrate von z. B. vier bis fünf Prozent annual würde in lediglich sechs Jahren zu einem Geldwertschwund von rund 25 V. H., in einem Dutzend Jahren zu einer Halbierung der Kaufkraft des Geldbesitzs führen.

Als Anleger sollten Sie daher auf die Effektivverzinsung achten: Darunter versteht man bei festverzinslichen Handelspapieren die Verschiedenheit zwischen der Ausbeute und der Preissteigerungsrate.

In den meisten Konjunktur- und Zinsphasen der Vergangenheit war in der Bundesrepublik noch ein positiver Realzins bei Schuldverschreibungen zu verzeichnen. Berücksichtigt man aber zudem die Versteuerung der Einkünfte aus Kapitalbesitz, so konnte nicht ständig eine Ausgleich des Kaufkraftwegfalls erzielt werden.

Aktien als so benannte Sachwerte offerieren gleichfalls keinen detaillierten Schutz gegen die Inflation.

Der Grund dafür: Der Abnehmer sucht grundsätzlich keinesfalls den Substanzwert, sondern den Ertragswert der Aktie. Je nach Höhe der Preissteigerungsrate und dem bewerkstelligten Ertrag in Form von Dividendenerlös und Kursgewinnen (oder Kursverlusten) mag sich eine negative oder eine positive Echtverzinsung ergeben.

Inflationsdauerhaftigkeit von Sachwerten im Gegensatz zu Geldwerten

Darüber, inwieweit eine Investition wertbeständig, d. h. sicher vor Geldwertschwund ist, kann keine allgemeine Aussage getroffen werden. Längerfristige Vergleiche haben ergeben, dass Sachwerte passendere Anlageergebnisse erzielten und dadurch wertpersistenter waren als Geldwerte.

Gleichfalls in den üppigen Geldentwertungen und Währungsausrichtungen nach den beiden Weltenbränden zeigten sich Sachwerte persistenter als nominell gebundene Gläubigeransprüche. Mittendrin gab es sehr wohl längere Spannen, in denen andersherum Geldwertanlagen den Sachwertanlagen besser waren.