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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Währungskurse - Gefahr von Kursverlusten

Unter dem Konjunkturwagnis wird die Gefahr von Kursverlusten verstanden, die folglich auftreten, dass der Finanzier die Konjunkturentwicklung nicht oder nicht wahr bei seiner Prädispositionsentscheidung berücksichtigt und als Folge zum falschen Moment eine Wertpapierprädisposition tätigt oder Wertpapiere in einer widrigen Konjunkturlagephase hält.

Der Wirtschaftslagezyklus

Die Wirtschaftslage stellt sich als periodische Wellenbewegung um den längerfristigen ökonomischen Wachstumspfad dar.

Der typische Konjunkturzyklus dauert zwischen drei und acht Jahren, die sich in die anschließenden vier Perioden aufteilen lassen:

1.    Schluss der Rezession/Wirtschaftskrise

2.    Aufschwung, Erholung

3.    Wirtschaftslageboom, oberer Wende

4.    Flaute, Rezession

Die Zeitspanne und die Intensität der einzelnen kommerziellen Auf- und Flaute phasen differieren, und gleichfalls die Auswirkungen auf die einzelnen Volkswirtschaftsbereiche sind voneinander abweichend. Zu beachten ist im Übrigen, dass der Konjunkturzyklus in einem anderen Staat vorlaufen oder nachlaufen kann.

Auswirkungen auf die Kursentwicklung

Die Spielarten der wirtschaftlichen Regsamkeit einer Ökonomie haben jederzeit Implikationen auf die Quotationsentwicklung der Wertpapiere: Die Quotationen schwanken in etwa (meist mit einem temporalen Vorlauf) im Rhythmus der konjunkturellen Auf- und Flautephasen der Wirtschaft.

Prädispositionformen, die in bestimmten Konjunkturphasen beachtenswert sind und Gewinne vermuten lassen, sind in einer anderen Phase weniger adäquat und bringen eventuell Verluste ein.

Bei jeder Anlageentscheidung spielt das „Timing" - die Selektion des Zeitpunktes des Wertpapierzukaufs oder -Verkaufs - eine bedeutsame Rolle. Sie sollten daher durchgehend Ihre Geldanlage unter dem konjunkturellen Aspekt auf Kombination nach Anlagearten und Anlageländern kontrollieren (und früher getroffene Prädispositionentscheidungen ggf. rektifizieren).

Die Wertpapierkurse (und darüber hinaus die Währungskurse) reagieren vor allem auf vorgesehene und tatsächliche Veränderungen in der staatlichen Konjunktur- und Finanzpolitik.

Zum Beispiel üben binnen wirtschaftliche Maßnahmen, aber ebenso Streiks eine starke Einwirkung auf die volkswirtschaftliche Lage eines Landes aus. Also können selbst dort Rückschläge an Kapital- und Devisenmärkten auftreten, wo die Entwicklungsoptionen ursprünglich als günstig zu evaluieren waren.