Thu06212018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Währungswagnis - Abwertung der Auslandswährung

Anleger sind einem Währungswagnis ausgesetzt, sobald sie auf ausländische Währung lautende Anteilscheine halten und der zugrunde liegende Devisenkurs sinkt. Vermittels der Aufwertung des Euro (Abwertung der Auslandswährung) verlieren die in Euro bewerteten ausländischen Eigentumsspositionen an Wert.

Zum Kursfährnis fremdländischer Papiere kommt angesichts dessen das Währungsrisiko hinzu - auch sofern die Papiere an einer deutschen Effektenbörse in Euro gehandelt werden.

Desgleichen sind die Geldgeber dem Währungsrisiko bei sonstigen Fremdwährungsengagements wie z. B. Tages- oder Termingeldern in landfremder Währung ausgesetzt.

Wirkung auf den Kurs eines Landes haben langfristig-strukturelle Kriterien wie Teuerungsratestrends der entsprechenden Volkswirtschaften, Rentabilitätsunterschiede, langfristige Entwicklungen der Nettowährungsreserven und -Schulden und durchgängige Trends in der Verknüpfung zwischen Export- und Importpreisen.

Selbige Rahmenbedingungen bestimmen die langfristige Entfaltung der Währungsrelationen.

Periodische Einflussfaktoren mögen mittelfristig Diskrepanzen des Wechselkurses von der längerfristigen Gleichgewichtsrelation verursachen. Dadurch mögen sich erhebliche Schwankungen in beide Richtungen hervorgehen, welche selektiv über eine längere Spanne überwiegen.

Diese mittelfristigen Entwicklungen werden etwa von der Weiterentwicklung realer Zinsabweichungen, Handels- und Leistungsbilanzzahlen oder geld- und fiskalpolitischen Urteilsfindungen gelenkt.

Ebenso kurzfristige Rahmenbedingungen wie gegenwärtige Marktmeinungen, bewaffnete Auseinandersetzungen oder andere politische Konflikte mögen sowohl Kursniveau als ebenfalls Liquidität im Kommerz bestimmter Währungen beeinflussen.

Ist die weltpolitische Gesamtlage gespannt, lukrieren hiervon meist Währungen, die als exzeptionell ungefährdet gelten (Safe-Haven-Beleg).

Als Investor sollten Sie dem Währungsstandpunkt besondere Vigilanz dedizieren: Denn die Währungsentwicklung mag einen möglichen Renditevorsprung geschwind aufzehren und die geschaffte Verdienstspanne so stark beeinträchtigen, dass im Nachhinein betrachtet, die Investment in der Heimatwährung nutzbringender gewesen wäre.