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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

In- oder Ausland erkaufte Wertpapiere-Risiken

Informationsnachfrage fremdstaatlicher Aktiengesellschaften

Gleichgültig, ob fremdländische Wertpapiere von der Geschäftsbank im Inland oder im Ausland erkauft, vertrieben oder in Verwahrung genommen werden: Die ausländischen Handelspapiere unterliegen dem Rechtsgefüge des Staates,

in dem die Erwerbung, die Veräußerung wie auch die Aufbewahrung stattfindet. Sowohl die Rechte und Pflichten wie ebenfalls die der Bankinstitution bestimmen sich folglich gemäß der dortigen Rechtsstruktur, die ebenso die Notifikation des Eignernamens einschließen mag. So sind etwa Aktiengesellschaften des Öfteren befugt oder sogar verpflichtet, über ihre Kapitalanleger Daten einzuholen.

Desgleichen gilt nicht zuletzt regelmäßig für ausländische Kapitalmarktkontrollorgane, Effektenbörsen wie auch andere zur Aufsicht des Kapitalmarktes befugte Stellen. Veranlassung solcher Auskunftsgesuche staatlicher Stellen sind zum Beispiel Geheimnisträgerverdachtsfälle oder Situationen der Kurs- und Marktpreismanipulation.

Es handelt sich dieserfalls um Situationen, wie sie genauso in Europa und der Bundesrepublik auf Erfordernisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) oder anderer Finanzmarktaufsichtsbehörden hin zu bearbeiten sind. Soweit  die depotführende Institution folgend im Einzelfall zur Auskunftsausgabe bei Offenlegung des Eignernamens verpflichtet ist, wird jener unterrichtet.

Wagnis der Eigenverwahrung

Falls Wertpapiere in Eigenverwahrung gehaltenwerden sollen, sollte bedacht werden, dass im Umstand des Untergangs der Urkunden, zum Beispiel durch Brand oder Raub, für die Wiedererrichtung der Rechte ein gerichtliches Ausrufungsverfahren eingesetzt werden muss, welches beachtenswerte Kosten entfachen kann. Die Besorgung der neuen Urkunden kann von der Einleitung der ersten Schritte bis zur aushilfsweisen Ausstellung mehrere Jahre währen.