Tue06182019

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Finanzen

Pflichtwandelbond

Sonderarten von Obligationen
Im Folgenden beleuchten wir unterschiedliche Obligationsarten, die besondere Rechte oder spezielle Nebenabreden inkludieren, aber ebenfalls an eine übrige Bezugsgröße gepaart sein können.

Floater und nachträgliche Tilgung

Nachträgliche Tilgung bei vorzeitiger Kündigung

Ein Begeber kann sich in den Obligationsbedingungen eine zusätzliche Rückzahlung durch Vertragsauflösung der Anleihe vorbehalten (zu frühe Vertragsaufhebung) - vornehmlich unter Vereinbarung einer Anzahl aufhebungsfreier Jahre. Gelegentlich können die Schuldverschreibungsbedingungen ebenfalls dem Käufer der Obligation ein vorzeitiges Kündigungsrecht einräumen.

Zertifikate und systemtische Anleihen

Unter der Benennung "Zertifikate" werden im Markt etliche Produkte angeboten. Je nach Begeber können Zertifikate trotz gleichartiger Aufmachung verschiedene Namen führen. Ebenso mag es vorkommen, dass verschiedenartig ausgestaltete Zertifikate gleiche oder entsprechende Produktbezeichner tragen.

Bonds und Wandlungsanteil

Sonderformen von Bonds

Im Folgenden spezifizieren wir ein paar Schuldverschreibungsprägungen, die besondere Rechte oder spezielle Nebenabreden enthalten, aber auch an eine zusätzliche Bezugsgröße gekoppelt sein können.

Wandelschuldverschreibungen: „Aktien auf Abruf"

Die Wandelobligation ist ein verzinsliches Papier, welches in der Regel von Aktiengesellschaften emittiert wird.

Tilgungsprämissen bei Aktienanleihen

Aktienanleihen sind mit einem gewöhnlich hohen, über dem Marktzinsniveau befindlichen Coupon versehene Wertpapiere, bei denen die Tilgungsprämisse en besonders ausgestaltet sind. Der Ausgeber zahlt am Schluss der Zeitdauer entweder das Face Value Kapital vollständig in Geld zurück oder er liefert stattdessen eine bestimmte Quantität Aktien.

Die Kriterien und die zu zu verteilenden Aktien werden in den Anleihekonditionen a priori bestimmt.

Hybridkreditbeanspruchungen

Hybridanleihen

Aus der Ansicht des Emittenten handelt es sich im Zuge der Hybridanleihen um eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital mit aktien- und rentenverwandten Merkmalen.

Hybridkreditbeanspruchungen haben vornehmlich eine unbegrenzte Laufzeit.

Beschaffenheit von Zertifikaten

Unter der Notation "Zertifikate" werden im Markt etliche Produkte offeriert. Je nach Begeber können Zertifikate trotz gleichartiger Ausstaffierung unterschiedliche Namen führen. Gleichfalls kann es vorkommen, dass verschiedenartig ausgestaltete Zertifikate gleiche oder analoge Produktbezeichnungen tragen.

Verschiedene Zertifikate ähneln in ihrer Funktionsweise den Optionsscheinen oder den systematischen Obligationen.

Aktie - Ausprägungsmöglichkeit und Mitgliedschaftsrecht

Aktien: Die Aktie ist ein Anteils- oder Mitbesitzerpapier, welches ein Mitgliedschaftsrecht des Aktionärs an einer Aktiengesellschaft in einem Aktienzertifikat verbrieft. Der Anteilseigner wird Mitbesitzer am Aktienkapital und hierbei Mitinhaber des Gesellschaftsvermögens.

Die folgenden Textabschnitte behandeln die Aktien deutscher Unternehmen.

Ausländische Darlehnsnehmer - Länderwagnis und Transferwagnis

Länderwagnis und Transferwagnis

Vom Länderwagnis spricht man, sowie ein ausländischer Darlehensnehmer trotz eigener Bonität auf Grund vermisster Transferfähigkeit und -willigkeit seines Sitzlandes seine Zins- und Tilgungsleistungen nicht fristgemäß oder überhaupt nicht bewirken kann.

Das Länderwagnis umfasst zum einen die Bedrohung einer wirtschaftlichen, zum anderen die Bedrohung einer politischen Wechselhaftigkeit.

Nennwertverzinsung - Sonderbeschaffenheiten

Die Nennwertverzinsung eines Floating Rate Note wird zwar der Zinsbildung am Interbankenmarkt maßgeschneidert, entspricht aber meist nicht exakt dem dort gezahlten Niveau:

Der Emittent zahlt dem Finanzier einen Zins, der um einen festen Aufpreis bzw. Disagio (als Spread benannt) über beziehungsweise unter den genannten Sätzen liegen mag. Die Höhe jenes Spreads, der in Basispunkten angegeben wird, richtet sich nach der Bonität des Begebers und der Befindlichkeit des Marktes.

Inhaberanleihen - Zertifikate

Unter der Bezeichnung "Zertifikate" werden im Markt eine große Anzahl Produkte angeboten. Je nach Emittent mögen Zertifikate ungeachtet komparabeler Ausstattung vielfältige Namen führen. Gleichermaßen kann es vorkommen, dass unterschiedlich ausgestaltete Zertifikate gleiche oder verwandte Produktbegriffe tragen.

Verschiedene Zertifikate ähneln in ihrer Funktionsweise den Optionsscheinen oder den systematischen Anleihen.

Wandlungsrecht und Sonderformen von Bonds

Sonderformen von Bonds

Im Folgenden beleuchten wir einige wenige Schuldverschreibungsformen, welche besondere Rechte oder ungewöhnliche Nebenabreden integrieren, aber nicht zuletzt an eine weitere Bezugsgröße gepaart sein können.

Wandelobligationen: „Aktien auf Abruf"

Die Wandelobligation ist ein verzinsliches Papier, welches typischerweise von Aktiengesellschaften emittiert wird.

Anteilseigner und Besitzeraktien

Besitzeraktien

Besitzeraktien lauten keineswegs auf den Namen, stattdessen auf den entsprechenden Inhaber. Bei Eigneraktien ist ein Eigentumswandel ohne besondere Formsachen ausführbar.

Namensaktien

Namensaktien werden grundlegend auf den Namen des Anteilseigners in das Aktienbuch der Aktiengesellschaft eingetragen.

Zinssetzung und Rückzahlung bei verfrühter Terminierung

Nachträgliche Rückzahlung bei verfrühter Terminierung

Ein Begeber kann sich in den Obligationsbedingungen eine nachträgliche Rückzahlung durch Terminierung der Obligation vorbehalten (verfrühte Aufhebung) - meist unter Vereinbarung einer Anzahl aufhebungsfreier Jahre. Zuweilen können die Anleihebedingungen gleichfalls dem Käufer der Obligation ein zu frühes Vertragsaufhebungsrecht einräumen.

Variabilität eines Wertpapiers

Wechselhaftigkeit

Die Kurse von Anteilscheinen weisen im Zeitverlauf Schwankungen auf. Das Maß der Schwankungen innert einer bestimmten Zeitspanne wird als Wechselhaftigkeit bezeichnet. Die Berechnung der Variabilität erfolgt anhand historischer Daten nach charakteristischen statistischen Prozeduren.

Marktzinspegel und Aktienanleihen

Aktienanleihen sind mit einem normalerweise hohen, über dem Marktzinspegel angesiedelten Kupon versehene Wertpapiere, bei denen die Rückzahlungsbedingung en speziell ausgestaltet sind. Der Begeber zahlt am Abschluss der Laufzeit entweder das Face Value Kapital samt und sonders in Geld zurück oder er liefert stattdessen eine bestimmte Quantität Aktien.

Angebots- und nachfragebedingte Illiquidität

Wandelbarkeit

Die Börsennotierungen von Wertpapieren weisen im Zeitverlauf Fluktuationen auf. Das Maß dieser Schwankungen innert einer bestimmten Zeitdauer wird als Volatilität bezeichnet. Die Berechnung der Wechselhaftigkeit erfolgt vermittels historischer Daten nach charakteristischen statistischen Methoden.

Je höher die Wechselhaftigkeit eines Wertpapiers ist, umso stärker schlägt die Quotation nach oben und unten aus.

Ertragswert der Aktie und Inflationswagnis

Das Inflationswagnis beschreibt die Gefahr, dass der Anleger vermöge einer Geldentwertung eine Vermögenseinbuße erleidet. Dem Risiko unterliegt zum einen der Realwert des vorliegenen Eigentums, zum anderen der effektive Profit, der mit dem Vermögen erzielt werden soll.

Effektivverzinsung als Orientierungsgröße

Käufer und Verkäufer von Eigneraktien

Eigneraktien

Eigneraktien lauten nicht auf den Namen, statt dessen auf den entsprechenden Eigner. Bei Eigentümeraktien ist ein Eigentumsaustausch ohne besondere Formalien ausführbar.

Namensaktien

Namensaktien werden prinzipiell auf den Namen des Aktienbesitzers in das Aktienregister der AG eingetragen.

Auswirkungen - Konjunkturlageentwicklung

Bei dem Konjunkturlagewagnis wird die Gefahr von Börsennotierungsverlusten verstanden, die folglich auftreten, dass der Anleger die Konjunkturlageentwicklung nicht oder nicht korrekt bei seiner Anlageentscheidung berücksichtigt und als Folge zum falschen Augenblick eine Wertpapieranlage tätigt oder Wertpapiere in einer suboptimalen Konjunkturlagephase hält.

Festsetzung des Ausgabepreises bei Zertifikaten

Notation
Zertifikate werden entsprechend der Ausgestaltung in Stück oder in Prozent dokumentiert. Bei Stücknotation können lediglich ganze Stücke besorgt werden. Ein Stück gleicht des Öfteren 100 € (zur Emission), partiell ebenso 1.000 €.

Bei stück-dokumentierten Einzelaktienzertifikaten kann es ferner zum Vorschein kommen, dass der Preis zur Ausgabe des Zertifikats sich an der Quotation der zur Grundlage liegenden Aktie orientiert.