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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Marketing- Auffassung, zuallererst den Wandel im Markt darstellen

Begriffsgehalt und Kernstück des Marketing

Zur Erkenntnis der Marketing-Auffassung ist es tauglich, zuallererst den Wandel im Markt darzustellen. Gerechtfertigt spricht man davon, daß  die Überleitung vom Verkäufer- zum Käufermarkt als die Ursache des Marketing geachtet werden kann.

Nach einer Kennzeichnung des Verkäufer- und Käufermarktes sind darauffolgend aus geschichtlicher Sicht drei Tendenzsphasen von der Fabrikationsorientierung über die Verkaufsorientierung bis hin zur Marketingorientierung aufzuzeigen.

Der Wandel in der Marktbegebenheit

In der Nachkriegszeit war in unserem Land die Marktsituation von einem Überhang an Nachfrage gekennzeichnet. In der Verkäufermarkt-Begebenheit verkörpernten die Unternehmer die stärkere Position am Markt im Gegensatz zu Kommerz und Konsument. Die wesentlichste Fragestellung der Fabrikanten lag zu dieser Zeit darin, die Leistungserbringung tunlichst unmittelbar und rationell durchzuführen.

Der Fokus des Führungskräfteteams richtete sich folglich auf die Anschaffung der spärlichen Ressourcen ebenso wie auf eine rapide Ausbau der Erstellungskapazität. Ausdruck des beträchtlichen Nachholbedarfs in der Nachkriegszeit waren die sog. Konsumptionswogen („Freß-", Bekleidungs-, Einrichtungs-, Mobilitätswelle usw.), die den Vertrieb der Fabrikate für die Produzenteb sicherstellten.

Mitte bis ca. Ende der fünfziger Jahre - von Industriezweig zu Industriezweig voneinander abweichend — kam es zu einer Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage. In allen hochausprägten Ökonomien zeigte sich außergewöhnlich kurzfristig die Geneigtheit, daß das Angebot geschwinder zunahm als die Nachfrage.

Es vollzog sich folglich die der Übergang vom Verkäufer- zum Käufermarkt, für den ein Angebotsüberhang charakteristisch ist. Für die Fertiger bildete durchaus nicht mehr die Fabrikationskapazität, sondern die Nachfrage nach ihren Elaboraten den Engpass für weitere Erhöhung.

Infolgedessen wurde es für die Unternehmer obligat, sich aktiv um die Gunst der Verbraucher zu ringen, währenddessen sich diese passiv verhielten.

Die Gründe für den Übergang vom Absatzs zum Käufermarkt liegen sowohl auf der Angebots- als gleichfalls auf der Nachfrageseite.