Wed04252018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Prestigebedürfnis von Abnehmern

Kerngehalt des Produktbegriffs

Aus verkaufswirtschaftlicher Sicht ist aber bei einem Produkt keinesfalls so sehr der technische Gesichtspunkt gravierend, statt dessen eher die mit dem Produkt ausführbare Zweckstiftung für den Käufer.

Der Verbraucher bzw. Verwender verbindet mit einem Produkt bestimmte Vorteilvorstellungen und Nutzenaussichten.

Im Fall des vorher erwähnten Produktss wird besonders schnell prägnant, daß der Kunde in jenem Produkt mehr sieht als alleinig eine technische bzw. physische Unität. Für den Abnehmer stellt sie ein Mittel zur Befriedigung separater Bedürfnisse und Wünsche dar.

Sie ermöglicht ihm Pläsier in seiner Freizeit, schöne Reminiszenzen, ja letzten Endes eine Art Unendlichkeit. Unter Zuhilfenahme von des Fabrikates findet er zu einem Steckenpferd, zu handwerklicher oder künstlerischer Betätigung; womöglich saturiert sie außerdem sein Prestigebedürfnis und dient ihm als Statussymbol.

Dem Erzeugnis wohnt demzufolge aus der Sicht des Kunden stets eine nicht objektive Komponente inne. Das angebotene Produkt hat die Auswertung zum Ziel und wird darum vom Kunden in seiner Funktionalität zur Vorteilstiftung beurteilt: Dieser Tatbestand muss bei der Begriffs abgrenzung des Produktes zum Ausdruck kommen:

Ein Produkt stellt eine Leistung dar, der die Tauglichkeit innewohnt, dem Verbraucher bzw. Verwender einen bestimmten Zweck zu stiften.

Der Sinn eines Produktes besteht aus den beiden Elementen Grundnutzen und Zusatznutzen; bei letzterem ist obendrein noch eine sonstige Differentiation in persönlichem, soziologischem und magischem Nutzeffekt erreichbar.

Der Grundnutzen basiert auf der technischen Funktionalität des Produktes, während der Zusatznutzen aus Attributen des Produktes resultiert, die mit der reinen Funktionsausführung kaum oder gar nicht dazu gehören (z.B. Prägung, Farbe, Verpackung usw.).

Das Kompletterlebnis eines Produktes ist aus Kundenblickrichtung um so eindringlicher, je mehr der Zusatzzweck bei diesem Gegenstand eine Rolle spielt. Der Zusatzvorteil ist ständig somit von großer Bedeutsamkeit, sofern die unvoreingenommenen Qualitäten des Produktes schwer durchdringbar sind (z.B. bei technisch komplexen Elaboraten).