Wed12192018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Marketingausrichtung

Bei der Reifung hin zu einem fortschrittlichen Marketing lassen sich drei Dynamiksphasen ob der Ausrichtung in der Firmenspolitik herauskristallisieren: Anfertigungsausrichtung, Verkaufsorientierung und Kunden- bzw. Marketingausrichtung.



Markant für die oben illustriertte Verkäufermarkt-Lage war eine charakteristische Produktionsorientierung. Bei einem erzeugungsorientierten Verhalten wird die Salesabteilung einer Unternehmung zur Vertriebsorganisation des Produktionsbereichs herabgesetzt.
 
Die Entschlüsse fallen im technischen Sektor. Auf gewisse Weise am grünen Tisch, starten die Elaboratentfaltungen; das Endprodukt hat der Verkauf an den Mann zu bringen und der Verbraucher muß es hinnehmen. Ein elysischer Sachverhalt im Vergleich zur aktuellen Marktsituation. Henry Fords berühmter Ausspruch betreffend eines Farbenwunsches bei seinem sagenhaften Modell T: „Sie dürfen von mir jede Farbe erhalten, derweil sie schwarz ist", widerspiegelt die anfertigungsorientierte Geisteshaltung, die sich den Kundenkreiswünschen nicht zu beugen braucht.

Diese aus aktueller Ansicht nachgerade hochmütige Grundeinstellung von Unternehmern war demgegenüber bloß in der echten Verkäufermarkt-Gegebenheit erzielbar. Eine gewisse Umorientierung wurde den Produzenten abverlangt, denn sich die ersten Hinweise einer Marktsattheit und damit zusammenhängend einer Absatzstockung zeigten. Dem neuen Stau Sales begegnete man mit erhöhten Vertriebsanstrengungen. Im Fokus standen zusätzlich zu der Preispolitik die Instrumente Vertrieb, Werbung und Sales Promotion, um den Vertrieb der existierenden Produkte zu potenzieren.

In dieser Zeit tauchte zum ersten Mal die Bezeichnung Marketing auf. Doch wurde im Notationsinhalt mehr die instrumentelle Seite präferiert, d.h. Marketing ist demnach als die Summe jener Maßnahmen zu verstehen, die auf den Vertrieb der Erzeugnisse ausgerichtet sind und deren physische Verteilung bewirken (siehe auch: Verkaufsorientierung).