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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Informationsaustausch- Entwicklungspsychologie

Die Entwicklungspsychologie ist eines der unverzichtbaren Forschungsbereiche der Psychologie. Sie beschäftigt sich mit den gesetzmäßigen Variationen der Gebarens- und Erlebensweisen und der Performanzen im Verlaufe des menschlichen Lebens. Entwicklungsprozess wird dabei als vielschichtiger, progressiver Hergang von Interaktionen und Einflussfaktoren verstanden.

Die grundlegenden Determinanten der Realisierung sind die Anlage, die Umwelt und die einzelne Selbststeuerung. Die Bedeutung der genetischen Anlagekriterien wurde zu keiner Zeit bestritten, jedoch vor allem einstmalig stark überschätzt. Realisierung ist mehr als das ausschließliche 'In Gestalt-Treten' veranlagter Merkmale.

Verschieden als beim Tier kommt in der Entfaltung des Menschen dem Umwelt- bzw. Lernfaktor eine gravierende Bedeutsamkeit zu. Die Umwelt hat unterdies mehr als alleinig eine auslösende Funktion:

Erst im Kontakt mit der Sozialen Umgebung können die essentiellsten Orientierungshilfen des Menschen — Sprache, Gewissen, Verbindung- und Bindungsfähigkeit ebenso wie die Intelligenz — entwickelt und geformt werden.

Dass der Formbarkeit mithilfe der separaten genetischen Veranlagung gewisse Grenzlinien gesetzt sind, manifestieren Untersuchungen über die Lebensfreude, die Einfühlsamkeit, die Intelligenz usw., welche klären, daß eine obere Begrenzung offenbar separat durch Erbfaktoren vorliegend ist.

So zentral das Kooperieren von Anlage und Soziale Umgebung auch ist, der Mensch ist nicht das Elaborat aus diesen, statt dessen hat — gemäß des Individuums in unterschiedlicher Prägnanz — die Opportunität, sein 'Reifungsschicksal' mitzugestalten.

Die selbststeuernden Tendenzen äußern sich im Willen, sein Leben nach definitiven Zielen oder Plänen zu designen, sich selbst zu realisieren, gewisse Lebensumstände zu revolutionieren und nach eigenen Vorstellungen zu formen.

Die Entwicklungspsychologie steht in einem intensiven Informationsaustausch mit allen substanziellen Wissenschaften vom Menschen:

Sie stützt sich auf Beobachtungen der Erblehre, der Lehre vom Menschen, der vergleichenden Ethologie und kooperiert mit der Allgemeinen, der Lern-, der Sozial- und anderen Wissenschaftszweigen der Seelenkunde. Ihre Forschungsresultate werden an erster Stelle der pädagogischen Psychologie und der psychologischen Beistandsarbeit zu Grunde gelegt.