Tue04252017

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Analyse von Einzelindividuen-Entwicklungspsychologie

Die Entwicklungspsychologie wendet diverse Funktionen an, um zu ihren Wissenschaftsresultaten zu kommen. Grundlegend ist dabei, dass mithilfe geeigneter Applikation höchstmögliche Unvoreingenommenheit erzielt wird.

Eine zentrale Methode ist die Verhaltensbeobachtung in der natürlichen Sachlage; sinnvolle Resultate ergeben sich hierbei allerdings nur, für den Fall, dass die zu erfassenden Verhaltensweisen bewusst und geordnet wahrgenommen, wennmöglich zudem protokolliert werden.

Die Verhaltensobservation erstreckt sich im Regelfall auf eine begrenzte Weile. Spezialfälle sind die Dauererkundung und das Urne Sampling (Urnenmodell, Zufallstichprobe). Vor allem affektive und soziale Verhaltensweisen sowie Spiel- und Wirkungsformen werden mit dieser Methode aufgezeichnet.

Die Verhaltensbeobachtung unter kontrollierten Konditionen setzt eine Test- und eine gleichwertige Kontrollgruppe voraus. Erst auf Grund des Vergleichs der beiden Gruppen kann erkannt werden, welche Wirkungen zufolge der kontrollierten Konditionen zustandegekommen sind.

Testläufe in der Entwicklungspsychologie sind an erster Stelle die Leistungs- und Prüfexperimente, mithilfe derer mengenmäßig verstehbare Leistungen ermittelt werden sollen. Oftmals werden sie durch ein Erforschungsgepräch ergänzt, um näheren Einblick in die Auslöser des Handelns zu erhalten.

Eine alternative Möglichkeit, zu entwicklungspsychologisch relevanten Ergebnissen zu kommen, ist die kritische Auseinandersetzung unvoreingenommener Gebilde und die Fragebogenmethode.

Zur Nachforschung von Änderungen in der Zeit wird die Querschnittroutine (ritische Auseinandersetzung und Vergleich von ausgewählten Altersgruppen) und die Längsschnittmethode (Analyse von Einzelindividuen über längere Zeitdauer) oder ebenso eine Kombination der beiden Routinen angewendet.

Die zentralen Merkmale der Entwicklungsvorgänge sind die Differentiation (Vervollkommnung von Funktionen), die Zusammenführung  (Beziehungszusammenhänge synthetisieren), Zentrierung (kumulativ zentrale Regulierung des Verhaltens und Reduktion des zufolge von Koinzidenz ausgelösten Reagierens), Manifestation von Strukturen in allen psychischen Bereichen sowie Festigen von Gepflogenheiten, Eigenschaften, Gesinnungen und Denkweisen.