Wed10172018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Spiel und unbeschwertes Handeln von kleinen Kindern

Spiel und unbeschwertes Wirken ist signifikantes Handeln des kleinen Kindes. Es lernt im Zuge dessen, sich in seiner Umgebung zu verständigen, mit Substanzen und Dingen umzugehen, eigene Denkweiseen werkbewerkstelligend zu realisieren und subjektiv Erlebtes umzuwandeln.

Zu Beginn ist das Spiel vollends zweckfrei, sukzessiv werden hingegen stets konzentrierter bestimmte Ziele anvisiert.

Ebenso die chronometrische Auseinandersetzung mit einem Spielende nimmt mit zunehmendem Lebensalter zu. Neugierde und Funktionslust sind die aufmunternden Kräfte des kindlichen Spiels. Charakteristisch ist derbei vor allem zu Anfang der rasche Wandel von Spannungszustand und Lösung.

Das Spiel befördert das Kind in eine konzentrierte Auseinandersetzung mit den Wirklichkeiten der Umwelt. Zuallererst gleicht es die Sachen an seinen Bedürfnissen und Wünschen an (Assimilierung), später erwacht die Wichtigkeit an den Sachen, wie sie fassbar sind, und sie werden adaptier (Akkommodation [fachsprachlich]).

Funktionalitäts- und Explorationsspiele sind im ersten Lebensjahr stoff-unpräzise, vom 2. Lebensjahr an stoff-spezifisch. Die Dinge werden nachgerade auf ihre tatsächlichen Eigenheiten hin exploriert. Fortwährend steht jedoch das Tun zuvorderst.

Werkbewerkstelligendes Spiel: Erst auf dieser Etappe steht das "Werk", das Fabrikat in den Fokus des Interesses. Nun wird das Erzeugnis  tituliert und bewußt beabsichtigt, das Konzept wird zum Abschluss geführt, und das Finitum ist als Realisierung des Planes zu erkennen. Der Wandel von Gespanntheit und Lösung wird langsamer, Fixation, Geduld und Konzentration nehmen zu.

Erfordernis für die Realisierung des werkleistenden Spiels ist zweckmäßiges Spielmaterial, Raum und Ruhe zum Spielen und die Beachtung des Erwachsenen. Die intuitive Betriebsamkeit des Kindes sollte weder mit Hilfe negativer Kritik noch mit Hilfe unpassenden Materials begrenzt werden.

Rollen- oder Wunschvorstellungsspiel: Diesfalls wiederholt das Kind Erlebtes mithilfe individuell gestalteter, symbolische Darstellung (prägnant für das Lebensalter von 2 -4 Jahren). Alle Gegenstände können alles repräsentieren; über ihren Zweck im Spiel entscheidet die Fantasie und der Einfallsreichtum des Kindes.