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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Denkfähigkeiten und IQ

Denkfähigkeit mag man definieren als die Eignung, Probleme zu lösen, so, dass in einer neuen Sachlage Beziehungen erfaßt und Signifikanzzusammenhänge erschaffen werden. Als potentielle Intelligenz wird die vererbte intellektuelle Entfaltbarkeit festgesetzt.

Sie ist keineswegs direkt ersichtlich, sondern lediglich über die aktualisierte Intelligenz, d. h. die fassbaren Intelligenzleistungen, die z. B. mithilfe von Intelligenztests ermittelt werden können.

Erfassungen über die Verwirklichung der intellektuellen Effektivität zeigen, daß Leistungszuwachs bis zum Alter von 12 Jahren am größten ist; die Zeitdauer in dem das Kind essenziell seine Leistungsfähigkeit etabliert.

Der Intelligenzquotient gibt an, wie die Intelligenzleistungen eines Menschen im Vergleich mit seiner Lebensaltersgruppe sind. Im Schulalter ist der IQ einigermaßen kompakt und infolgedessen ein vergleichsweise verlässlicher Maßstab für die Intelligenz eines Menschen; Intelligenzquotient-Schwankungen im Laufe eines Lebens sind aber ständig möglich.

Ein dediziertes Areal der Intelligenzforschung ist die Kreativität. Darunter ist dabei zu erfassen: erfindungsreiches, fantasievolles, ungleichartiges Denken, welches zu Lösungen außerhalb der gebräuchlichen Denkbahnen neigt.

Viele Erhebungen verifizieren eine Abnahme der Kreativität mit Beginn des Schullebensalters und implizieren implizieren, daß die konventionelle Schulsituation zumindest zum Teil dafür verantwortlich ist, an erster Stelle vermittels die undistanzierte Förderung passenden Denkens und den enormen Anpassungsdruck.

Für die Ausrichtung der Innovationskraft mußten gesondert Tests konzipiert werden; die tradierten sind alleinig auf die Untersuchung zusammenpassenden Denkens ausgerichtet. Es ergibt sich daraus eine Fragestellung aller Messmethoden der Scharfsinnigkeit: Jedes ermittelt jene Aspekte, für die es speziell geschaffen wurde.

Zwischen IQ und Schulperformanz existiert eine Korrelation, hingegen nicht ein außergewöhnlich enger. Gleichfalls wesentlich für die Schulleistung sind die Stützfunktionen, im Besonderen die Motivierung und die Arbeitshaltung.

Als Talent wird das Zusammenspiel von demonstrierter, testmäßig erfassbarer Scharfsinnigkeit mit den Stützfunktionen festgelegt. Sie ist die einzelne, unverwandt verfügbare Qualifikation, sich mit Fragestellungen auseinanderzusetzen. Bei den Stützfunktionen differenziert man:

Stützfunktionen
 
kognitive
(Perzeption und Gedächtnis)
 
personale
 
Motivierungen (eigenständige und heteronome)

Arbeitsgesinnung (Konzentrationstauglichkeit, Beharrlichkeit usw.)