Fri08172018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Lernmotivation-Verhältnis mit Sozialisierung des Vorschulkindes

Motivationen entstehen im Spannungsfeld von Wünschen. Sie steuern humanes Verhalten auf einen intendierten Soll-Zustand hin. Es gibt unabhängige und heteronome Motivierung. Heteronom, anonymgesteuert sind die mehrheitlichen Lernmotivationen im Verhältnis mit der Sozialisierung des Vorschulkindes und des jüngeren Schulkindes. Das Kind muss sich ja an Regeln einstellen, deren Bedeutung es noch keinesfalls verarbeiten mag.

Es lernt — vermittels der Identifikation mit den Erziehungsberechtigten — das zu realisieren, welches mit Liebesnutzen belohnt und das zu unterlassen, welches mit Liebesverlust diszipliniert wird. Schrittweise werden diese Werte inkorporiert, d. h. in das eigene Bedeutungsordnungsprinzip aufgenommen.

Mittel- und Oberschichtkinder bieten meistens eine richtigere Leistungsmotivation wie Unterschichtkinder. Die Hintergründe liegen in einer stärker auf die Wünsche des Kindes eingehenden Erziehungsfasson, als weiters in der methodischen Vermittlung von Erfolgserlebnissen zufolge der Stützung und in den augenfälligeren Meritenserwartungen der Mittel- und Oberschichteltern. Die adynamische Leistungsmotivierung der Unterschichtkinder führt mehrheitlich von Schulbeginn an zu schlechteren Leistungen und im Zuge dessen zur Interferenz des Eigenwertgefühls.

Kinder lernen zumal weder fürs Leben noch für sich selbst. Ihre Leistungsmotivierung ist darüber hinaus in den ersten Schuljahren besonders stark außengesteuert, in erster Linie vermöge der Identifizierung mit dem elterlichen Leitbild und Anspruchspegel, jedoch ferner vermöge der Identifikation mit den Anforderungen des Pädagogen und den Richtlinien der Gruppierung. Während des Schulkindalters werden die Leistungsmotivierungen vermehrt autarker von affektiven Anhänglichkeiten an Menschen.

Die Relevanz zum am Gegenstand per se selbst als größte unabhängige Leistungsmotivation bekommt eine unaufhörlich größere Relevanz. Gute Noten (mehrheitlich ein Leistungszweck, welches von anspruchsvollen Erziehungsberechtigte übernommen und interiorisiert wurde, sowie der Praktikabilitätswert determinierter Leistungen auf dem Weg zur Erreichung eines subjektiven Zieles, sind zusätzliche autonome Motivationen.