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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Emotionen - Anbindung zur Realität - Kind

Nicht seiendes kann lebendig werden, die eigene Person oder fremde Menschen mögen Rollen übernehmen. Das Benehmen der Rollenperson wird persifliert. Der Als-ob-Charakter ist dem Kind dieserfalls stets gegenwärtig.

Das Rollenspiel erfüllt reichlich viele Bedürfnisse.

Es ist für das Kind überwiegend eine Anbindung zur Realität und fördert, mannigfaltige Erlebnisse zu verarbeiten, quasi die Welt zu erobern. Ebenso wird das Rollenspiel oftmals genauso zur Reduktion psychologischer Spannungen verwendet, insofern es Kompensation für unreizvolle Erlebnisse schafft, sowie Aggressionen abfließen lässt, unerfüllte Wünsche in erleichterter Gestalt ausführt und vermittels Repetition von angstbesetzten Situationen als Katharsis wirkt. Diese Funktionalität des Rollenspiels wird in der Psychologie präzise angewendet.

Das Rollenspiel ebbt mit dem Rückbau des Anthropomorphismus und Egozentrismus wie noch der zunehmenden Realitätsaufmerksamkeit in den ersten Schuljahren ab. Bevor es wegfällt, erlebt es eine Periode der Sozialisierung, infolge dessen dass gebräuchliche Rollen in der Peergruppe ausgelebt werden (fünf - 7 Jahre).

Allesamt spontanen Kinderspiele involvieren viele Lernmöglichkeiten; gerade bedeutend sind die Erwerbung einer Arbeitsneigung (Resilienz, Konzentration, gezielte Erkundung und Qualitätsgefühl) sowie die Übung emotionaler Erlebnisbegabung und darauffolgend die Adaptation an das Zusammenleben in der Peergruppe.

Entscheidend für das Entfalten des Kindes in unserer Volksgruppe ist der Leistungsstimulus, und realisiert sich während des fünften Lebensjahres. Eine vorausgehende Fortentwicklungstufe ist das Regelspiel ebenso wie die Reaktion des Kindes auf Erfolg respektive Versagen in der Wettstreitsituation. Versagen sind in diesem Lebensalter eine ausgeprägte Last und wird mehr noch bis ins Schulalter wie Prestigeverlust durchlebt. Die Leistungsmotivation ist gekoppelt mit Zielen, welche das Kind sich kürt (Aspirationspegel) sowie von der Zuversicht in eigenen Begabungen.