Wed12192018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Beweglichekeit und Kognitive Fortentwicklung von Kindern

Beweglichkeit: Das Kind 'erlernt' sitzen und stehen und expandiert überwiegend kriechend seinen Lebenskreis.

Kognitive Fortentwicklung: Die Dingsichtweise tritt auf, ferner: der sensomotorische Verstand (Werkzeugdenken) konzipier sich.

Das wichtigste Kennzeichen dieser Zeitspanne ist eine wahrnehmbare Bindung an die unausgesetzte Pflegeperson; die soziale Beziehungskompetenz beginnt sich zu formen. Die Wechselwirkung der Pflegeperson, zumeist ist es die Mutter, mit ihrem Spross ist derbei bedeutsam. Kontaktbehaglichkeit, d.h. Körperberührung mit der Mutter, Gemütlichkeit, freundliches, schmiegendes Sprechen, Schmusen, Blickkontakt, ist ein fundamentales Bedürfnis und bildet die Basis der ersten gefühlsmäßigen Verbindung. Aus einer bejahenden ersten Beziehung bildet sich sich Vertrauen zur Welt; die erste Zuordnung ist im Prinzip das 'Grundmodell', nach dem Relationen im späteren Bestehen konstituiert werden.

Wie elementar die ersten Beziehungen des Kindes zu seiner Umgebung sind, konstatieren die Schädigungen von minderwertig hospitalisierten Kindern. Zwar lassen sich beileibe nicht alle Entwicklungsrückstände, wie vormalig angenommen wurde, auf die Dissoziation von der Mutter zurückführen. Intellektuelle Entfaltungsstörungen gründen auf Stimulanssarmut schlechter Heime und mögen, sowie ein Umfeldwechsel frühzeitig genug erfolgt, rasch aufgeholt werden. Wesentlich komplexer sind die Implikationen auf die emotionale Fortentwicklung. Fest steht, daß:

1. für eine gesunde Dynamik der gefühlsmäßigen Beziehungsbegabung und der sozialen Adaptation belastbare, permanente Beziehungen zu Umgebungspersonen geboten sind;

2. solche Beziehungen allerdings nicht einzig zur Mutter oder alleinig zu einer Person, sondern durchaus zu mehreren Personen möglich sind; deutlich ist, daß die Bezugsindividuen sich markant mit dem Kind involvieren und es Kontaktwärme erfahren lassen.

Die ausschlaggebende Zeit für das Eingehen solcher stabiler Beziehungen und für die Strukturierung der Beziehungsfähigkeit gar ist das Lebensalter innert 6 - 8 Monaten und eineinhalb Jahren.