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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Familienstamm und Pubertätsphase I

Ferner sind Vorbilder ebenso wie Ideale schichtbestimmt: Unterschichtjugendliche scheinen sich stärker an persönliche Vorbilder denn an Ideale zu orientieren, ebenso wie bei den Idealen stehen reale Wertorientierungen zuvorderst: Sport wie noch Kunst sowie die Zuversichtlichkeit in der Familie stützen größte Bedeutsamkeit.

Mittel- und Oberklasse-adoleszenten lehnen sich stark nach politischen wie noch ungegenständlichen Idealen wie zum Beispiel Theismus, Freiheit, Treue...).

Die Kontroverse mit sich selbst im Ablauf der Ichfindung führt oft zu einer Über einschätzung der eigenen Person, Ichzentrizität) wie auch zeitgleich zu einer Instabilität des Selbstwertgefühls. Der Heranwachsende spricht jetzt vor allem empfindsam auf Erfolge ebenso wie positive Erlebnisse an.

Diese mögen ihm großen Aufschwung schenken; gleichwohl ebenfalls in negativer Sinnhaftigkeit reagiert er akut, reale sowie irrtümliche Niederlagen treffen ihn empfindlich und können ihn, zügiger als einen Erwachsenen, in eine Gemütsspäre des Lebensüberdrusses rücken, sh. auch Frequenz der Suizidhandlung. Solcherlei allgemeine Ungewissheit fördert oft ein exorbitantes Geltungsstreben ebenso wie ein Bedürfnis nach berauschtem Selbst-Erleben.

In enger Wechselbeziehung mit der Ichfindung passiert die Ablösung von der von den Angehörigen. Sie geschieht, wie eine Vielzahl Untersuchungen manifestieren,  beileibe nicht ruckartig, stattdessen im Prinzip schrittweise. Die erste Emanzipationsphase geschieht sich im Gebiet der Freizeitgestaltung, man verbringt nunmehrig seine Freizeit meist bei Gleichaltrigen wie noch bestimmte Präferenzen und Interessenkerne gestaltet werden. Die Identifizierung mit den Wertüberlegungen des Familienstamms, wie bspw. politische oder religiöse Meinungen, bleibt bestehen.

Nicht zuletzt bei der Problembewältigung persönlicher Herausforderungen hat der Familienverband noch eine gewichtige Funktion. Die Übereinstimmung von Meinungen und Ideologien zwischen Eltern und Kindern ist schichtbeeinflusst: Die Konformität ist generell besser in den mittleren ebenso wie oberen Sozialgesellschaftsschichten. Die Erziehungsberechtigten der unteren Schichten schaffen es offensichtlich weniger gut, Meinungen und Werthaltungen an ihren Nachwuchs zu tradieren.