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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Kritischer Realitätssinn-Schulkinder

Viele Störungen der gefühlsmäßigen und sozialen Entwicklung von Schulkindern,  wie faktisch nicht zuletzt von Jugendlichen, gehen auf Fehlerziehung im Erziehungsberechtigtenhaus zurück. Mittlerweile sind Theorien entwickelt worden, die die Wechselbeziehung zwischen determinierten Fehlresponsionen von Kindern und Fehlerziehungsstrukturen der Erziehungsberechtigten demonstrieren sollen.

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, daß an erster Stelle Abneigung und Verweigerung des Kindes durch die Erziehungsberechtigte zu Beeinträchtigungen in der seelischen Evolution des Kindes führen; die wesentlichsten Gegebenheiten sind Beklemmung, Niedergeschlagenheit, Streitlust, somatische Erscheinungen, zum Beispiel Schlafschwierigkeiten wie auch Kontaktproblemen. Abgesehen von solchen augenfälligen Beschwerden sind jene Kinder in erster Linie in ihrem Selbstwertgefühl, in der Willens- ebenso wie Gewissensdynamik und in der zwischenmenschlichen Adaptivität beeinträchtigt.

Voraussetzung einer positiven Persönlichkeitsreifung sind Berücksichtigung, Anerkennung des Kindes und duldende Führung. Die bedeutsamsten Fehlformen der Erziehung gründen in einer unsteten Gefühls- oder in einer unstabilen Machtbeziehung zwischen Erziehungsberechtigten und dem Heranwachsende. Lieblosigkeit - Verwöhnung, Herrschsucht — Autoritäts ermangelung oder ebenso das beliebige Schwanken zwischen diesen Extremen sind die Merkmale einer unsteten Relation zum Spross. Allen ist gemeinsam, daß die psychologischen Grundbedürfnisse des Nachwuchses bei weitem nicht gesättigt werden und sich daraus Beeinträchtigungen im affektiven sowie sozialen Verhalten gestalten.

Die gehäufte Sach- und Wirklichkeitsorientiertheit im kritischen Realitätssinn wirkt sich ebenso auf die zwischenmenschlichen Kontakte aus. Die Gruppierung arrangiert sich, es entsteht die formlose Relation, ein komplexes Gefüge von persönlichen Beziehungen. Überwiegend bildet sich eine lotrechte Hierarchie mit einer oberen Spitze wie noch mittleren und untersten Stufenstatusen, welche immer wieder in Rangkämpfen gehalten werden mögen respektive korrigiert werden können; waagerecht gibt es Anlagen nach der Abstufung der sozialen Eingliederung.