Wed10172018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Reife in der Vorpubertät

Die psychische Erscheinungsgestalt der Adoleszenz und Vorpubertät mit ihren Verhaltenswidrigkeiten und zwischenmenschlichen Zwisten muten an, im wesentlichen zeitgepaart, demnach phasenverbunden zu sein. Pubertätsprobleme waren in ehemals beileibe nicht völlig bekannt und treten genauso in anderen Kulturen verschieden in Erscheinung.

Die Konfliktgegebenheit des Pubertierenden besteht darin, daß er einerseits schon über bedeutende Erfordernisse zum Standhalten in der Erwachsenenwelt verfügt, andererseits einen zu unbedeutenden Erfahrungsschatz besitzt, um sich in unserer überplanmäßigen Zivilisation behaupten zu können.

Nachfolgende psycho-physischen Grundvoraussetzungen würden die Zusammenführung in die Erwachsenenwelt ermöglichen:

Weiterentwicklungsschub und Kräftevergrößerung
rasche Steigerung der Kompetenz zu entwerfen, sich auf neue Situationen einzustellen, Verantwortung zu tragen und Pläne mit der obligaten Durchhaltekraft zu realisieren.

Eine deutliche Schwäche besteht aber betreffend:
Weltkenntnis, intellektuelle und zwischenmenschliche Sachkunde wie noch Wissen, Motivationsgerüst.

Unsere Gesellschaft bewertet Lernvorgänge und Kenntnisbesorgung hoch und hält im Zuge dessen den Heranwachsenden geraume Zeit in seiner kindhaften Unmündigkeit. Sie gibt ihm wenig Anlass, die reifenden psycho-physischen Eignungen wie noch Auftreten zu trainieren, was zu Energiestauungen und als Auswirkung davon zu Verhaltens adaptiertheiten führt, welche denn für die Vorabpubertät ausgeprägt akzeptiert werden. Es wäre indes doch viabel, daß das typisch nassforsche Auftreten abgemildert werden könnte vermöge einer vorteilhaften Tätigkeit und angemessenen Verantwortungsübernahme.

Die Vorpubertät der Knaben ist eine Erregungsentwicklungsphase mit positiver Fundamentstimmung und nach außen gerichtetem Kontaktverhalten. Die generelle Energieerhöhung zeigt sich in einem erhöhten Rührigkeitsbedarf, in vermehrter Streitlust frei von Sinn für die Emotionen anderer, in deutlicher Sinnenkaprice, wie bspw. für Klänge, Geschmacks impressionen, Gerüche usw., wie auch in erhöhenter Abenteuerlust und Unfugwilligkeit, welche mit Vorliebe in der Gruppierung von Gleichaltrigen betrieben wird. Die Gruppierung erlangt mehr Geltung, im Verlauf dessen der Einfluss des Familienverbandes sich in Etappen vermindert.