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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Kleinkind-Beeinträchtigung der persönlichen Weiterentwicklung

Mit fünf Jahren mögen Kinder ihre Wirkmächtigkeit meist recht wirklichkeitsnah werten, wenn auch die Leistungsbereitschaft je nach Entwicklungsstand äußerst verschieden ist. Leistungsbereitschaft ist gekoppelt mit der Lebhaftigkeit des Kindes wie noch vom Erziehungs Stil der Eltern. Ermutigung,

Erziehung zur Selbständigkeit und Lob für gute Errungenschaften unterstützen positive Leistungsmotivation ebenso wie hohes Aspirationsniveau. Andererseits wird letztere vermittels Einengung der Selbständigkeit und Kritik herabgesetzt.

Ein essentieller Schritt im Einordnungsprozess ist die Gewissensentwicklung. Sie erfolgt vermöge Zu Eigen machen von Maßstäben und Werten mittels der Identifizierung mit Personen, zu denen eine bestätigende gefühlsmäßige Beziehung besteht. Für das Kleinkind sind das die Eltern. Die Stimme der Erziehungsberechtigten realisiert zur Stimme des Gewissens. Obschon das menschliche Gewissen als Disposition vorhanden ist, mag es sich freilich alleinig zufolge Lernprozesse gestalten.

Von der pädagogischen Gewandtheit der Eltern hängt es ab, wie erbaulich Normen und Werte internalisiert werden und inwiefern als Folge die persönliche Weiterentwicklung beeinträchtigt wird. Liegt die Hervorhebung des Führungsstils auf Meriten, verläuft der Eingliederungsprozess größtenteils vorteilhaft, mit dem Resultat klarer Gewissensbildung und sicherer Umweltorientierung. Liegt im Gegensatz dazu die Hervorhebung auf Sanktionierung und Strenge, entfalten sich psychische Spannungen:

Die Interaktion mit dem Erzieher wird mehrdeutig, das soziale Erlernen besteht vorwiegend aus einem Vermeidungsauftreten. Negative Auswirkungen für die Gewissensausbildung haben nicht zuletzt Inkonsequenz, Vernachlässigung oder der Mangel an emotionaler Bindung an eine Beziehungsperson, den ganzen Einordnungsprozess und die weitere Persönlichkeitsweiterentwicklung.

Der Erziehungsstil ist schichtgepaart. In der Mittelklasse ist ein freisinniger, in der Unterschicht ein rigideer Erziehungsstil gebräuchlich. Als freisinnig gilt ein pädagogische Stil, sowie das Kind mittels Begründungen und Erklärungen indirekt geprägt wird. Rigoros ist, wenn 'unmittelbare' Prozeduren appliziert werden wie etwa Kreischen, körperliche Strafmaßnahmen.

Der liberale Erziehungsstil gewährt eine Identifikation mit der Bezugsperson und erlaubt eine gute Normeninteriorisation, der strikt führt zur Ablehnung, zumindest zur Opposition gegen die Bezugsperson und auf diese Weise zu Ungewissheit in der Normenverinnerlichung und auf diese Weise zudem in der Umweltausrichtung.