Wed12192018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Psychologische Relevanz der sexuellen Aufklärung-Schulkind

Die Gruppe entwickelt ein eigenes Wertesystem sowie eine öffentliche Sichtweise. Sie fördert das Gruppierungsbewußtsein vermittels kämpferischer Auseinandersetzung mit anderen Gruppen.

Die geschwinde Verfestigung von Gruppierungsorganisation erschwert einem neu eintretenden Kind oftmals schwer, in die Gruppe inkludiert zu werden. Eine große Wichtigkeit für die soziale Reifung haben die Spiele. Vermöge der Spiele im unbekümmerten Realismus lernt das Kind, sich in einer Partnerkonstellation zu verhalten und sich an Grundsätzen zu halten und zu verlieren. In den Gruppierungsspielen des kritischen Realismus praktiziert es die Identifizierung mit der Gruppe und erlernt, sich für die Richtlinien der Gruppe einzusetzen: ebenso außergewöhnlich wesentliche soziale Lernvorgänge.

Die Kameradschaften bei älteren Schulkindern beruhen hauptsächlich auf Interessensaffinität. Gleichgeschlechtliche Kontakte dominieren, Freundschaften bei Kindern ungleichartiger Sozialschichten sind selten.

Nicht zuletzt die Annäherung zu den Erwachsenen ändert sich. Die Denkweise zum Pädagogen wird bei dem älteren Schulkind zunehmend sachlicher wie auch distanzierter. Es erwartet von ihm generelle Gerechtigkeit. Obwohl bei Pädagoge und Kind eine minder affektiv gefärbte Beziehung vorherrscht, hat der Pädagoge eine wichtige Aufgabe als Bezugsperson und als Leiter der Klasse.

In der Altersgruppe und nicht zuletzt in der Familie, werden im kritischen Realismus Beschränkungen bei den Geschlechtern festgesetzt. Der Junge fängt ant, sich von der Mutter abzulösen und sich gehäuft mit dem Vater zu identifizieren. Das Mädchen rückt inniger an die Mutter an. Die Geisteshaltung des Kindes vis-à-vis seinen Eltern wird gravierender. Es reagiert auf Inkonsequenzen, ruft nach Prämisseen wie auch es Eigenheiten der Eltern verurteilt, die seiner kritischen Evaluation nicht standhalten. Es wird sich nun ebenfalls des sozialen Status der Erziehungsberechtigten gegenwärtig und identifiziert sich mit diesem.

Die Periode des kritischen Realismus ist äußerst geeignet für die Fortführung der sexuellen Aufklärung. Das Kind muss jetzt über die Funktion der Geschlechtsteile, über Zeugung und Entbindung vollständig informieren werden. Eine bedeutende Anschauungsweise realer Sexualerziehung ist die Mitintegration der psychologischen Relevanz der Geschlechtlichkeit in das Bestehen des Menschen. Sexuelle Betriebsamkeiten sind im Schulalter gelegentlich, lediglich die Selbstbefriedigung ist von gewisser Maßgeblichkeit. Sexuelle Neugier von Schulkindern geht stets auf unzulängliche Aufklärung in der Vorschulspanne zurück.