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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Intelligenzrealisierung im 2.-6. Lebensjahr

Die Realisierung der Intelligenz ist verwickelt. Sie hat ihre Basis in den senso-motorischen Erfahrungen des zweiten Lebensjahres: Das Kind lernt mithilfe Handhabung, Untersuchung und Erlebnis die Sachen in ihrer Auswirkungsweise und

Verwendbarkeit kennen. Es verzeichnet Beziehungen unter den Dingen und erprobt sie: Von wesentlichem Belang ist das ' Ineinander ' wie noch ' Aufeinander '.

Das Aufnahmevermögen bei Bildern formt sich früh. Überwiegend werden Bilder wohl für tatsächliche Gegenstände gehalten, allmählich, mit annähernd zwei Jahren, entdeckt das Kind freilich den Unterschied zwischen Bild und Realität und kann nach und nach verschachteltere Bildinhalte registrieren, und auch Bilder sequenzen auffassen, bei so circa 5 Lebensjahren.

Die sensomotorischen Erlebnisse sind die Grundvoraussetzung der verbalen, begrifflichen Intelligenz. Ein bedeutendes Merkmal der Intelligenzentwicklung im Vorschulalter ist die Tauglichkeit, Korrektur in Etappen mithilfe gedanklicher Vorwegnahme auf der Vorstellungsebene nachzugehen.

Sobald die Sprache hinreichend beherrscht wird, kommt als erhebliches Kennzeichen die Begriffserstellung hinzu. Im 2. Lebensjahr bilden sich erst einmal übergreifende Induktionen, infolge dessen ein bestimmtes Spezifikum abgeleitet wird. Mit verstärkter Differentiation werden darauffolgend die Individualbenennungen gebildet, sowie darauffolgend die Gattungsbenennungen.

In Etappen glückt auf diese Weise die Abtrennung des Einschätzens von gegenständlichen Sachvorstellungen. Was für eine beeindruckende Intelligenzleistung die Begriffsentwicklung ist, demonstriert die Gegebenheit, daß erst anhebend mit 3 Jahren die ersten, auf Wahrnehmungskennzeichen beruhenden Gattungsnotationen, die so benannte realisierende Begriffsbildung, gebildet werden mögen.

Notationen infolge von Beziehungen von dem eigenen Erlebensbereich, vergleichende Begriffs bildung, sind erst mit annähernd 5 Jahren möglich. Unter guter Intelligenzleistung wie auch hoher Wahrnehmungsabgrenzung ist eine klare bestätigende Verbindung.

Das Überprüfen der Scharfsinnigkeit im Kleinkindalter ist grundsätzlich möglich. Die Prüfungsbedingungen müssen jedoch vollkommen sein, um zu sinnvollen Ergebnissen zu gelangen. Die voraussagende Wertung von solchen Erprobungsresultaten ist sehr beschränkt. Die Abhaltung von Proben in diesem frühen Lebensalter ist deswegen überwiegend dann indiziert, für den Fall, dass eine Fehlrealisierung vermutet wird.