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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Aufklärung - Emotionale Aspekte der Sexualität

Die grosse Majorität der Adoleszenten befürwortet voreheliche Sexualkontakte, allerdings lediglich dann, für den Fall, dass Liebe damit verbunden ist. Liebe wie auch Treue sind die wichtigen Bedingungen, die Jugendliche für ihre Beziehungen

benennen und nach welchen sie ihren Sozius selektieren möchten. Weitere Bedingungen für die Partnerwahl der Mädchen sind Intelligenz, gute Selbstwahrnehmung wie noch  berufliches Gelingen des Freundes. Jungen erwarten von ihrer Freundin nebst Zärtlichkeit und Treue in erster Linie gutes Aussehen, Selbständigkeit, ebenso gute Denkfähigkeit wie die eigene wie noch gleiche Körpergröße. Der ideale Partner moderner Adoleszenten besitzt teils noch die Züge hergebrachter Rollenbilder; teils werden von ihm jedoch ebenfalls Eigenschaften erwartet, die eine kooperative Annäherung realisierbar machen.

Jugendliche sind dieser Tage in sexuellen Relevanzen sicher besser aufgeklärt als je zuvor, gleichwohl nach ihrer eigenen Betrachtungsweise keinesfalls ausreichend.. Jedoch ist es beeindruckend, daß ein vergleichsweise großer Anteil bisherig nicht einmal obligate Kompetenzen beherrschen.  Zuallererst spüren sie mit weiterschreitendem Lebensalter, daß Sachwissen beileibe nicht für die Antwortmöglichkeit der Aufgaben, die sie im Bereich der heterosexuellen Kontakte erwarten, genügt. Die Aussagen, die sie von den Erziehungsberechtigten empfangen haben, decken essentielle Bereiche erwünschter wie auch gesuchter Angaben nicht ab.

Wichtige Bereiche, wie bspw. die emotionalen Aspekte der Sexualität, Fragen der Kontrazeption, der Selbstbefriedigung et cetera kommen in der Rekognoszierung offensichtlich zu kurz, gleichwohl sie in der Interessenhierarchie des Adoleszenten weit oben stehen. Eine effektive Sexualpädagogik auf diesem Niveau darf bei weitem nicht lediglich Sachinformationen übermitteln, insofern sollten diese bereits am Anfang der Vorpubertät vorhanden sein. Vielmehr muss ebenso auf die sittlichen und die emotionalen Aspekte der Sexualität, der dadurch gepaarten Verantwortung gegenüber dem Partner, der gefühlsmäßige Beziehung zu ihm sowie der möglichen Folgeerscheinungen dieser Beziehung sensibilisiert werden.