Wed10172018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Auseinandersetz während des Ablösungsprozesses-Pubertät I

Ablösungsauseinandersetzungen stellen sich im Regelfall aus dem Anspruch der halbwüchsigen Kinder auf persönliche Independenz, Ausgehen, Wahl der Freunde, der Kleider und so weiter und einem diesem divergenten Bedarf der Eltern nach Überprüfung.

Das Aufeinanderstoßen dieser Strebungen kann zu heftigen Auseinandersetzungen führen.

Die faktisch ausgeübten Kontrollen mittels der Eltern sind graduell äußerst wechselvoll. In der Regel werden Mädchen freilich straffer wie auch länger kontrolliert denn Jungen. Eine Entspannung der Prüfung mag ihren Hintergrund in Toleranz haben wie auch nicht zuletzt in Apathie. Im letzteren Zustand ist die weitere Fortentwicklung des Jugendlichen oft im Risiko, denn es fehlt ihm der Rahmen einer Familie, in die er bei Bedarf stets erneut zurückkommen mag.

In intakten Familien geht die affektive Tiefenanhänglichkeit trotz der Abtrennung nicht verloren, mithin auf einer neuen Ebene werden oftmals nach der Ablösung neue Bindungen zu den Erziehungsberechtigten eingegangen, dann auf der Stufe einer äquivalenten Bindung. Zeitmaß ebenso wie Prozess der Ablösung sind von verschiedenartigen Faktoren bedingt, nicht zuletzt davon, wie zeitig feste Bindungen zu einem Partner des anderen Geschlechts eingegangen werden. Aber auch die Familienbegebenheiten, ob leiblicher Vater oder Stiefvater vorhanden et cetera, ist von Wichtigkeit.

Außerordentlich bedeutend für den Vorgang der Ablösung ist die Familienatmosphäre, die Struktur der affektiven Beziehungen zwischen Erziehungsberechtigte und adoleszenten Kindern. Sämtliche Gerüste der Fehlerziehung führen zu mehr oder weniger bedeutsamen Problemen im Vorgang der Pubertät, während Adoleszenten aus funktionierenden Familien auffällig optimierter und wesentlich leichter und sicherer den Abschluss echter Persönlichkeitsintegration erreichen.

Eine bejahende Familienatmosphäre fördert die Willigkeit zur Beachtung von Autoriät, bereichert eine sinnvolle Freizeitgestaltung, Zufriedenstellung mit Schule und Arbeit wie auch den Antrieb zu überlegtem Handhaben. Mangel an gefühlsmäßiger Berücksichtigung behindert die soziale Adaptation wie noch die Persönlichkeitsintegration.