Wed12192018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Sonnenschutz und After-Sun-Erzeugnisse

Die Lippen sind sowieso dunkler wie die sonstige Haut, die benötigen keinen Sonnenschutz. Allein Personen mit dunklerer Hautfarbe haben fürwahr einen kleinen hauteigenen Schutzschirm, da ihre Lippen Melanin beinhalten. Bei Hellhäutigen sind aber in der weichen Lippenhaut schlechthin keine Farbkörperzellen gegeben. Was dort hell- bis dunkel-rosa durchscheint, sind die unterhalb liegenden Blutgefäße.

Lippen, nebensächlich ob hell oder dunkel, sind aber ständig von der UV-Strahlung gefährdet, weil sie dreifach dünner sind wie die übrige Haut und keine Talgdrüsen haben. Im Zuge dessen fällt selbst der Hydro-Lipid-Schicht als Mindestschutz weg.

Fazit: die Lippen ständig mit einem gesonderten UV-Lippenpflegestift oder einem Sun-Stick mit zumindest Lichtschutzfaktor 30 vor der Strahlung schützen. Das ist nebenher auch für die zartfühlende Haut an Augen und Ohren bestmöglich.

Entsprechend dem Applizieren einer Sonnenschutzcreme soll man minimal 30 Minuten warten, bis die Schutzmechanismusreaktion komplett entwickelt ist. Das war früher so. Vor einigen Jahren benötigten chemische Sonnenschutzmechanismusfilter noch etwa eine halbe Stunde, erst sodann sie ihre volle Auswirkung entwickelt hatten.

Die zeitgenössischen Breitbandfilter, etwa Mexoryl oder Mexo-plex, agieren aber prompt nach dem Verschmieren. Dasselbe gilt auch für mineralische Ultraviolett-Filter, bspw. Zinkoxid oder Titandioxid (ebenso Mikropigmen-te geheißen). Sie schirmen die Strahlung auf physikalische Fasson ab, auf die Weise, dass sie das auf die Haut treffende UV-Licht zurückwerfen, streuen und absorbieren.

Man braucht nicht unbedingt eine After-Sun-Lotion, eine normale Körper-Milch reicht ganz und gar aus. After-Sun-Erzeugnisse sind so gebaut, dass sie der Haut nach einem Sonnengang akkurat das offerieren, was sie darauffolgend dringend braucht: Abkühlung, Ruhigstellung und extrem viel Feuchte.

Ferner: Diese Erzeugnisse verpflegen auch unmittelbare Fehlerbeseitigung von denkbaren Hautschäden nach dem Sonnegang, z. B. mittels Extraktionen aus Algen, Mimosen oder Vitamin E. Derart zielorientiert arbeiten normale Body-lotions keinesfalls.

Auch bergen sie häufig viel zu nährstoffreiche Lipide, die auf sonnen entkräfteter und -erhitzter Haut praktisch störend sein und zu einem Hitzestau führen können.