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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Diät-Schlank und Gesund

Vernunft annehmen beim Diäten!

Wer abspecken will, sollte keinesfalls einzig seinen Abdomen trainieren, sondern vor allem seinen Denkapparat. Weil hier der Schlüssel zum richtigen Essverhalten liegt. Die Passphrase? Dinieren mit Pläsier!

Mal ehrlich: Seit wievielen Jahrzehnten gibt es Diät.

Mehrjährig machen wir sie, möglicherweise durchaus nicht pausenlos, aber immer von Neuem. Als Teenager, als Studierende, als berufstätige Frau. Es gibt derer so wahnsinnig viele: die Kohlsuppen-Diät, die Du-kan-Schonkost, die Modifast-Schonkost, die Atkins-Schonkost, die Brigitte-Diät, die Hollywood-Star-Schonkost, die Glyx-Diät.

Man muss derbei ja beileibe nicht gleich gar so viel abnehmen, wohl drei, unter Umständen fünf Kg, aber: Wer hat bei diesen Routinen konkret, persistent, abgenommen. Ob der Korpus so radikale, stressige Sachen wirklich mag?

Das Einzige, was abnimmt, ist nämlich die Lebenslust. Zufolge der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind 2,7 Millionen Leute bei uns ess-behindert, davon 90 V. H. Frauen.

50 Von Hundert der bis 18-jährigen Mädchen haben eine oder vielfältige Diäten gemacht, 75 V. H. der Frauen haben Schonkosterfahrung, 15 Von Hundert peinigen sich ununterbrochen. Es gibt schier Hunderte Diäten, obgleich haben zwei von drei Personen, denen der Arzt eine Diät verschrieben hat, nach sieben Monaten wieder ihr altes Gewicht oder selbst mehr.

Gertenschlank wird man von Schonkosten nicht. Allein freudlos. Durch die meisten Diäten verlernen die Menschen, sich genau zu beköstigen. Das Konsumieren wird zum Feind, anstatt zum Freund. Jedes strikte Verbot (Null Kohlenhydrate! Null Fett! Keinerlei Zucker! Keinerlei Alkohol! Nichts Kaffee!) steigert das Verlangen aufs Verbotene und führt zu Jo-Jo-Effekt."

Sobald ich an Gewicht verlieren „muss", denke ich ausschließlich noch an Nahrung aufnehmen. Alltagstauglich sind Diäten oft auch keineswegs, vor allem wenn man allerhand arbeitet, ausgeht oder reist. Also Introspektive vonnöten: umdenken und sich fragen, was einen dick gemacht hat und macht, gleichgültig wie allerlei Un-wohlsein-Kilogramm es sind.

Eigenschaften für Gewichts-Zunahme sind: Gene (Pech...), Fortbewegungsdefizit (Faulheit?), falsche Gewohnheiten: Speisen aus Stress, Frustration, Eintönigkeit (Kekse im Büro, Chips vorm Fernsehapparat!). Vielmals ist Essen Ersatzbefriedigung oder emotionaler Zuspruch.

Erinnern wir wir uns: Womit ist uns Tröstung gespendet worden, für den Fall, dass wir mal hingefallen sind? Mit Naschwerk. Womit vertrösten wir uns bei Liebesgram auf dem Sofa? Mit Rebensaft oder Schokolade. Warum gewiss nicht Vanilletee anstelle von Wein? Einkaufsbummel statt Süßigkeiten? Man kann lernen umzudenken.

In der Verhaltenstherapie führen Klienten Ernährungsniederschriften und alleinig durch die gewonnene Klarsicht, was sie immerfort essen, verringern sie Gewicht. Es sind kleine Änderungen, die auf lange Frist Großes fabrizieren! Wo schließlich was gesund ist, frisches Viktualien, Gemüse, ausgeglichenes Essen in Maßen, verstehen wir alle.

Unsere Vergegenwärtigung, Selbstmitgefühl, also behutsame Handhabe mit uns selbst, ist unabkömmlich zur persönlichen Wohlbefindensfigur, die keinen Direktiven, sondern ausschließlich dem eigenen Individuum genug sein muss. Man muss gewiss nicht schlanker werden, infolgedessen es einem gut geht.

Es ist andersherum: Es muss einem gut gehen, auf dass man schlanker werden kann! Schlank werden erfordert gefühlsmäßige Stärke. Je besser man sich fühlt, umso einfacher nimmt man ab, indem man folgend abzielen kann, was gesund ist.

Was ist gut? Wenn man Körperertüchtigung betreibt oder Lockerung macht. Falls einem am Morgen der Milchkaffee (Kaffee, erneut!) und die Vanillequarkspeise (Zucker, schon wieder!) mit frischen Erdbeeren (Viktualien, schon wieder!) beileibe nicht verpönt ist. Für den Fall, dass Nudeln Pomodoro (und wie gehabt: Kohlenhydrate!) essen und ebenso mal ein Wein (nochmal, Alkohol!) trinken erlaubt ist.

Und wie abspecken? Die Teigwaren einzig um die Mittagszeit auskosten, abends noch gesättigt sein und zeitig ins Schlafen gehen. Hin und wieder ein klein bisschen Wein weniger trinken. Einzig dann dinieren, wenn Kohldampf verspürt wird und ablassen, wenn Sättigung eintritt.

Auf Feten die Nacht durchtanzen. Auf dem Marktflecken frisches Basilikum und Tomaten erstehen, um Mozzarella anzurichten. Schlank werden erfolgt, wenn die eigenen Bedürfnisse geachtet werden wird. Happy und unbesorgt sein, ohne Diät, mit einer Portion Genugtuung und einem Touch an gesundem Menschenverstand.

Diät und Verdammungen leisten es nicht. Was hilft? Enthusiasmus am und beim Essen!