Thu02222018

Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Kontaminationen bekämpfen-Senföl

Kontaminationen werden in der Realität vornehmlich mit Antiinfektiva behandelt. Der kurative Erfolg wird unterdies freilich mit einem widrigen Nebenwirkungsspektrum und dem Risiko der Entfaltung resistenter Keime erkauft.

Vermöge der riskanten Steigerung von Antibiotikaresistenzen raten unterdessen immer mehr Spezialisten von einer maßlos großzügigen Verordnung dieser Wirksubstanzen ab und plädieren dafür, bei undramatischen viralen und bakteriellen Ansteckungen auf phytoheilende Optionen auszuweichen - z. B. Senföle.

Unterdies sind hauptsächlich diejenigen Arzneimittel von Wichtigkeit, deren medizinische Nützlichkeit mittels entsprechender Studien methodisch protokolliert ist.

Senföle bieten deutliche antimikrobielle Eigentümlichkeiten. Wie verschiedenartige In-vitro-Studien beweisen, entwickeln zum Beispiel die in Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel enthalten Senföle eine akzentuiert bakteriostatische Wirkung versus im Ganzen mehr als 10 ärztlich relevante Mikrobenarten, darunter selbst problembehaftete Bazillen wie MRSA (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus).

Senföle vermehren sich im Körper gerade in Harnblase und Lunge an. Deswegen ist die Vorannahme legitim, dass sie vor allem bei bakteriellen Atemwegs- und Harnwegsinfektionen als eine leistungsfähige und gut passende Option zu Antiinfektiva infrage kommen können.

Außerdem ist für diese pflanzlichen Wirksubstanzen, im Unterschied zu chemischen Antibiotika, außerdem nach Langzeittherapie keine Resistenzentwicklung bekannt.

Senföle gehören zu den sogenannten nachrangigen Pflanzenstoffen, die von der Pflanze als Abschirmung, bspw. vor Fressangriffen durch Schädlinge oder zur Defensive gegen krank machende Kleinstlebewesen, gebildet werden. Besonders reich an Senfölen ist die Gruppierung der Kreuzblütler (Brassicaceae), zu deren bekannten Vertretern Meerrettich, Radieschen und Senf gehören.