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Last updateWed, 10 Feb 2016 12am

Charakteristika des Erwachsenen

Die Frage nach den besonderen Charakteristika des Erwachsenenlebensalters im Vergleich etwa zum Jugendlebensabschnitt und zum Alter nicht einfach zu beantworten ist.

Unterschiedliche Anschauungen stellen selektiv verschiedene Endergebnisse und bisweilen überhaupt Widersprüche. Festzustellen ist: Es gibt keine altersmäßige Determiniertheit des so genannten Erwachsenenlebensalters, meist ist die Zeitspanne von 20 oder 22 bis 60 oder 65 Jahren angesprochen.

Ein Verständnis des Erwachsenenlebensalters ist einzig dann in vernunftgemäßer Weise realisierbar, sowie wir diese Lebensaltersspanne als Teil eines gesamten Lebenslaufs besehen, welcher seine gravierenden Determinanten aus dem bereits gelebten Leben und den Auswirkungen, denen jenes Leben unterlag, empfangen hat.

Zusätzliche wichtige Determinanten sind: die allgemeine anhängige Konstellation, Einkommen, Berufstätigkeit, Familienstand etc. Die Auswirkung solcher Faktoren ist gewichtiger denn die endogenen Reifungshergänge sowie der die Bedeutung des Lebensalters in Jahren.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Subjekten dieser Gruppe sind größer denn in einem vorangegangenen Lebensabschnitt; folglich ein weiterer Beweggrund für die verfahrene Darstellung der Erwachsenen als Gruppierung.

Eine Phasenlehre der humanen Biografie, die von innen kommende Entwicklungsverläufe zum grundlegenden Kriterium nimmt, entspricht beileibe nicht den momentan gesicherten Kenntnissen. Weder die Differenzierung einzelner Entwicklungsabschnitte noch deren Beschreibung sind sicher und unbestreitbar erreichbar.

Dies gilt obendrein für Krisen, die nach diversen Ansätzen den Übergang von einer Phase zur anderen markieren. Es gibt keine unumgänglichen Krisen in der Dynamik des Erwachsenen. Nicht zuletzt haben Krisen vielmehr in der seelischen und sozialen oder gesundheitlichen Lebenslage eines Menschen ihre Bekräftigung als in von innen kommenden Prozessen.

Analog unzulänglich wie die Phasenlehre ist das Konzept, welche von geheißenen Wechselphasen ausgeht. Zwar scheut er die zentrale Abhängigkeit zu endogenen Prozessen, doch mag zudem er zu bestimmten Strukturen führen, die der Individualität des Lebens keineswegs gerecht werden.

Übergangsphasen, wie beispielsweise das Klimakterium oder die Versetzung in den Ruhestand, werden extrem andersartig und mit prägnant individuellen Akzentuierungen erlebt als auch konvertiert.